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Feldzug vom Jahr 1656.
„sehn, einen Halt von langer als drey Stunden, hielten Kriegsrath, und marschirten„darauf geradesweges gegen sie an. Man dachte diesen Tag, daß sie angreifen wür-„den; als aber die Nacht kam, stellten sie sich auf eine kleine Viertelstunde von ihr„en Kamille in gleicher Front und Ordnung, wie die französische Infanterie und ihre„Flügel. In der Nacht versuchte der Marfchall, sich eines Dorfes zu bemächtigen,„und seine Infanterie daselbst einzuwerfen, um die Stellung des linken Flügels zu ver-ändern , die er nicht Vortheilhaft fand. Nachdem er aber drey bis vier Stunden in der„Bemühung verloren hatte, hielt ers endlich für das Beste, die Armee zu lassen wie sie„war, und ließ in zwey Stunden einige kleine Redans an der Tete des linken Flügels„auswerfen; und man sagt, daß indeß die Feinde sich bereits genaht hätten, in der Mey-nung, daß die Armee des Königs sich zurückzöge. Mit Anbruch des Tages kamen„sie und recognoscirten, es fielen Scharmützel vor, und der ganze Tag verstrich unter„ihnen. Am 6ten September aber des Morgens brachen sie auf gegen Lens in großer„Ordnung, da die dortigen breiten Ebnen alle Verwirrung im Marsche verhindern.„Es gab auf ihrer Retraite verschiedne Scharmützel, so die Gesinnungen in beyden Ar-„meen etwas zu verändern anfiengen. Türenne hatte im Lager vor Lens oft seine In-fanterie exerciren lassen, und dies gab ihr wieder einige Starke.
"Inzwischen zogen sich die Feinde nach Douay, und detaschirten von daraus ei-nige Tage nachher ein Corps Infanterie, um St. Guisliain zu belagern, da indeß„die große Armee die Belagerung bedeckte. Die Lage des Landes machte es ihnen leicht,„und benahm der Armee des Königs alle Möglichkeit des Entsatzes. Es waren also„der Truppen zur Belagerung so wenig, daß der Rest ihrer Armee zureichte, Flandern„gegen alle Unternehmung sicher zu stellen. Gleich am Tage des feindlichen Aufbrnchs„hatte der Marfchall Türenne einen Officier von der Artillerie an den Cardinal zu la„Fere geschickt, um den Befehl von ihm auszuwirken, daß die Artillerie und fertiges„Schanzzeug in Bereitschaft gehalten würde. Der Entwurf war, la Capelle zu bela-gern, wo der Marschall wegen der großen Entfernung hoffte, daß er die Belagerung,„ehe die Feinde Argwohn gefaßt hätten, würde unternehmen können. Der Cardinal„überließ dem Marfchall die Maasregeln, und dieser brach auf am 8ten September, und„nahm seinen Weg über Aubigny, Miraumont und Vermand nach St. Quintin, um„die Feinde zu bereden, daß er keine andre Absicht hätte, als nach der Somme sich zu-„rnckzuziehen. Air der Sambre aber ließ er feine Infanterie zurück, und eilte längst„des Flusses mit feiner Cavallerie vorwärts, um la Capelle zu berennen.
„Conde'