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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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208
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Puysegtirund Rabu-tin.

203 Feldzug vom Jahr 1657.

„sondern geradeswegs auf der großen Straße von Bouchain nach der Citadelle, Das„Corps bestand aus fünf bis sechs und zwanzig Escadrons, und marschirte mit drey„Escadrons äe lrom, die andern folgten en colonne, und waren in drey Corps ver-theilt." Das erste commandirte Guitaut, das zweyte der Prinz selbst; die erstedieser Linien traf auf die Feldwache vom Regiment Palluau, und gab auf das Wer dazur Losung, Guitau, die Feldwache glaubte Palluau, und ließ sie durch. „Conde'„fand vier oder fünf Escadrons gegen sich, die aber nur einige Schuß thaten; und als„bald darauf ein Theil von ihrer Front wich, so kam der Prinz ohne beträchtlichen Ver-tust durch. Doch attaquirte ein Escadron von Clerambault, bey welchem der Mar-quis Varenne war, das Escadron, das der Prinz selbst führte, verfolgte es bis an die„Contrescarpe von der Citadelle, und machte verschiedne Gefangne. Etwas verirrte„sich auch im Dunkeln der Nacht, doch stand der Prinz bey Anbruch des Tages glück- .„lich an dem bedeckten Wege der Citadelle mit allen seinen Truppen, und ohne weitem„Verlust als von ungefähr drey bis vier hundert Reutern und fünf und zwanzig bis„dreyßig Offneren.

„Türenne stand weit von dem Orte des Einbruchs entfernt auf der andern Seite,„und man brachte ihm daselbst den Oberstlieutenant vom Regiment Enguien, der von„den Truppen des Königs gefangen worden, als der Prinz durch das Lager durch-rang. Es begab sich auch der Marschall sofort nach der Gegend des Allarms, er-fuhr aber dennoch nicht eher als mit dem Tage, ob die Feinde wirklich eingedrungen„wären. Wie es aber hell ward, sah man die ganze Verstärkung auf dem Glacis der„Citadelle en dmaille, und sogleich gab der Marschall dem Herrn von Castelnau jen-„seits der Scheide den Befehl, wieder überzukommen, und hob ohne Bedenken die Be-lagerung auf. Denn er hatte sie nur in der Versicherung übernommen, den Platz„unbesetzt zu finden, und daß, wenn er die erste Verstärkung der Spanier abgeschlagen„hätte, die, wie er wohl wußte, in der ersten und zweyten Nacht nicht beträchtlich seyn„konnte, er alsdann ganz leicht die Belagerung würde fortsetzen können. Aber die An-kunft des Prinzen zu Bouchain am Tage der Berennung, und sein kühner Entschluß,„sich in den Platz einzuwerfen, hatte alle Maasregeln des Marschalls völlig vernichtet,„und er sah sich gezwungen, seine Truppen wieder zu versammeln. Die Brücken über„die Scheide wurden abgebrochen, alles, was man in einer Nachtbcrennung hatte„ablade»! können, wieder aufgeladen, und die Armee setzte sich hierauf in Marsch Zwi-lchen Cambray und Chatelet, und bezog ihr Lager zu Vauchelles. Als der Herr von„Castelnau mit den letzten Truppen die Schelde passirt hatte und die Brücken auflud,

„erschien