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Feldzug vom Jahr 1657.
„erschien daselbst einige spanische Cavallerie, welcher der Prinz, als er zn Vonchain an-langte, Befehl geschickt, so schleunig als möglich zu kommen. Es fiel aber dennoch„kein beträchtlich Scharmützel vor," und es hatte die Infanterie Anfangs die Arrier- Puysi'gugarde des Marsches; weil es aber in den dortigen flachen Ebnen gegen Conde' und seineCavallerie zu gefährlich schien, so änderte der Marschall, wie Puysegur erzählt, aufseinen Rath die Disposition, und formirte die Arriergarde aus Cavallerie, die durch Pe-lotons von Musquetiers unterstützt ward. „Die Armee erreichte das Lager zu Vauchel-„les am isten Julius, und gieng den Tag darauf nach Fontsomme, und den 5ten nach„Vadencourt; der König erhob sich nach St. Quintin.
„Nach diesem Versuche gegen Cambray, der den Feinden die Zeit, sich zu ver-sammeln, gegeben hatte, waren die Unternehmungen von der Schelde an bis zum„Meer beynahe unmöglich geworden, und man ließ daher die Engländer, die unter dem„General Reynolds ohngefähr sechs tausend Mann stark gelandet, St. Quintin sich„nahen. Türenne begab sich zum König, um einen neuen Entwurf festzusetzen. Man„beschloß, dem Marschall la Ferte' die Belagerung von Arlon oder Montmedy anzutra-gen, und hoffte, daß die Feinde vielleicht eine üble Parthey wählen würden, wenn„man diesen oder jenen ihrer kleinen Plätze in dem luxemburger Lande attaquirte. Es„schien auch für itzt rathsamer, ein nur kleines Unternehmen zu wählen, als gegen eine„große Festung vorzurücken, da die Feinde die Zeit nun gehabt hatten, sich zu versam-meln, und folglich im Stande waren, entweder in Frankreich einzudringen, oder„gleichfalls eine Festung zu belagern, nachdem sie diesen oder jenen Platz unbesetzt fan-gen, wie gewiß geschehen mußte, wenn man eine große Belagerung unternahm, und„gleichwohl selbst so viel Plätze zu bewahren hatte. Dies bewog zu dem Entschluß,„Montmedy anzugreifen, und la Ferte' übernahm die Belagerung. Sie war wegen„der Arbeiten im Fels großen Schwürigkeiten unterworfen; man hoffte aber eine„schwache Besatzung zu finden, und sie bestand auch in der That aus nicht mehr als„vier hundert Mann.
„Türenne detaschirte vier tausend Mann Infanterie zur Armee des Marschall„la Ferte', und zog dagegen die Engländer an sich. Einige Infanterie wurde in Lan-„drecy und le Quesnoy eingeworfen, und der Nest der Armee blieb an der Gränze, um„die Feinde beydes vom Entsatz von Montmedy und allen andern wichtigen Unterneh-mungen abzuhalten. Die Belagerung nahm ihren Anfang, und Türenne nahte sich„ihr mit ganzer Cavallerie auf die Nachricht, daß die Feinde zwischen der Maas und„der Sambre anrückten, Zum zweyten male brach er mit ganzer Armee dahin anst
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