Feldzug vom Jahr 1657. 21z
auf dem Rückwege über Bethune, und brachte von neuem Lebensmittel und Munitionnach dem Lager.
Drey Tage nach der Ankunft der Armee des Königs langte die feindliche mitganzer Macht an, und lagerte sich zu Calonne an dem Bache von Nobec.« Türenne Dussp-Ra.hielt den Bach bis zur Nacht ihrer Ankunft besetzt, alsdann aber verließ er ihn von Ca- butm.lonne an bis auf drey hundert Schritt von dem Fort zu Robec, von daraus die Ver-schanzungen bis nach St. Floris und den Brücken der Armee giengen, um jenseits derLys mit dem Corps des Herrn von Castelnau Gemeinschaft zu haben. „An eben demTage kam die Nachricht, daß die Bagage mit einer Escorte von sieben bis acht Regi-mentern Cavallerie und fünfzehn hundert Mann Infanterie von Arras aufgebrochen,und nach dem Lager im Marsch sey. Der Marschall schickte ihr sogleich fünf hundertPferde entgegen, und an den Herrn von Ciron den Befehl, über Liters seinenMarsch zu nehmen, worauf auch dieser in der Nacht campirte, und nicht mehr als an-derthalb Stunden von St. Venant abstand. Aber am folgenden Tage brach der Con-voi ziemlich spät auf, und der Herr von Ciron stellte sich an die Tete seiner Avantgarde,und traf mit derselben in dem Lager ein, eher als der Convoi, und hatte vom Feindenicht die geringste Nachricht. Gleichwohl hatte sich von diesem ein Corps von taufendbis zwölf hundert Pferden und einem Theile der Infanterie aus den Garnisonen vonAire und St. Omer zusammengezogen, und der Marquis von Bouteville, der sie com-mandiere , erhielt über Aire die Nachricht, daß der Convoi zu Lilers campirte. Hieraufbrach das Corps von Motte au Bois auf, und gieng über Aire gerade nach Lilers, wosie die Bagage noch im Marsch fanden, obgleich das erste bereits dem Lager der Armeenahe stand. Weil es aber dort herum lauter Desilees giebt, wo die Tete der Queuenicht zu Hülfe kommen kann, so griff der Feind die Arriergarde an, die aus drey Regi-mentern Cavallerie und Eljaß Infanterie bestand, warf diese über den Haufen und er-beutete einen Theil der Bagage. Die Pferde wurden größtentheils gerettet, viele Re-gimenter aber verloren den größten Theil der Bagage. Im Lager kam der Allarm ganzspat, und es jagte darauf viele Cavallerie nach, aber in Unordnung; doch machte man eini-ge Gefangne, die sich verspätet hatten, und rettete etwas weniges von der Bagage. *)
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*) Türenne war im Zelte des Generallieukenants Dussy ließ auf Türennens Befehl aufsitzen, und Dussy -Ra-Humieres, und bereits verlegen über den Verzug jagte mit vierzig Escadrons fort, aber in Unord- butin.der Bagage, als Ciron anlangte, worauf der nung, so daß er, eignem Gefiandniß nach, zweyMarschall sich hoch erfreute, und in Cirons Ge- Stunden Wegs in der halben zurücklegte. Esgcnwart Briefe an den Cardinal zu seinem Lobe wurde über den General Kriegsrccht gehalten,schrieb, als eben die Nachricht voin Angriff kam.