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Feldzug vom Jahr 1658.
mit seinen drey tausend Mann und einem eben so starken Corps Engländer angelangtwar, hatte schon am Tage vor diesem Marsche der Armee bis auf Kanonenschuß denFeinden sich genaht, und diese hatten daher zwey Bataillons und sieben bis acht hun-dert Pferde aus Duynkirchen anrücken lassen, um den Canal und die Schanzen zuvertheidigen. Als aber die Armee des Königs, der Hindernisse ungeachtet, auf demWege von Vinopbergen gegen sie anrückte, so wurde dies Detaschement im Rücken ge-faßt, und warf sich, weil die Forts nicht im Stande waren, theils nach Vinopbergen,theils nach Duynkirchen, größtentheils aber in das letzte. Türenne, der mit einer klei-nen Bedeckung auf dem Damme vorwärts gegangen war, schickte einen Schwimmer zudem Herrn von Caftelnau, um ihm zu sagen, daß er über sey; und Castelnau kam so-gleich zu dem Marschall. Nur diesen Augenblick hatte man Zeit, sich zu entschließen,ob man Duynkirchen oder Vinopbergen belagern wollte; das erste war nicht leicht, dasandere eben so schwer. Türenne, der dafür hielt, daß, wenn man diesen Augenblickverlöre, man nie daran denken dürfte, wiederzukommen, beschloß, aller Hindernisse un-geachtet, vor Dünkirchen zu rücken; doch war es für diesen Tag wegen des Wassersund der Canäle unmöglich. Am 25sten, nachdem man sowohl über die Colme als diezwey Canale, die von Hondskotte und Furnes nach Duynkirchen führen, verschiedneBrücken gebaut hatte, stand die Armee des Nachmittags um zwey Uhr in den Dünen.Alles, was von den Feinden in der Nähe gelegen, warf sich in den Platz, so daß dieGarnison aus etwan zwey tausend zwey hundert Mann Infanterie und acht hundertPferden bestand. Der Gouverneur, Marquis von Lede, langte nur einen Tag zuvorvon Brüssel daselbst an, und hatte vergebens Verstärkung zu erhalten gesucht.
Conde' und Dom Juan waren noch zu Brüssel, völlig in der Ueberzeugung, daßdas Unternehmen unmöglich wäre, weil Vinopbergen, Furnes und Gravelines nochsämmtlich in ihrer Hand waren, Vinopbergen in der Nähe von einer Stunde, Furnesvon dreyen, Gravelines von fünf, und überdem war weder Gras noch Fourageda.« Vergebens hatte der König von Engelland sie aus seinen Nachrichten von dort-her versichert, daß Frankreich und Cromwell seine Absichten auf Duynkirchen gerichtet;die Spanier hielten alles, was geschah, für ein Blendwerk, um die wahre Absicht aufCambray zu verbergen. Sie wandten alle ihre Acht auf diesen Platz, besetzten Aireund St. Omer, versammelten ein beträchtliches Corps bey Cambray, und versäum-ten Duynkirchen so sehr, daß es ihm beydes an Besatzung und Munition fehlte, undselbst die zwey bastionirtcn Forts unvollendet bliebet:, die, wenn sie im Stand waren,die Belagerung sehr schwer machten.
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