Feldzug vorn Iahr 1653. 25z
französische Lager. Zu Züdcote wurde ein Halt gemacht, um das Lager abzustecken;und als solches geschehn, giengen der Herzog von Pork, Caracene und Gamarre queerdurch die Dünen gegen das Meer, da indeß der Marquis von Bouteville mit den Croa-ten auf der großen Straße zwischen den Dünen und Wiesen vordrang. Boutevillehatte die französische Feldwache rückwärts getrieben, und kehrte mit einigen Gefangnenzurück, um den spanischen Generalen Rapport zu erstatten, als der Marschall Hoequin-court ihm begegirete, und inständig wieder zurückzukehren bat. Alle Vorstellungenvon Bouteville waren umsonst; der Marschall bestand auf seinem Entschluß, und griffmit ihnen von neuem die Feldwachen an; Conde' aber, der Herzog von Aork und selbstDom Juan folgten, als sie es gehört hatten, auf dem Fuße. Humieres, General- Bussy-Ra-licutenant vom Tage in der französischen Armee, und der Graf von Soissons, dessen öutm.Regiment die Feldwache hatte, wurden hier beynahe gefangen, weil sie zu spat die Feld-wachen zurückzogen, und Halte jenseits eines kleinen Grabens machten, den sie vor sichnehmen sollten. Es gieng ihnen, jagt Busiy - Rabutin, wie es fast immer jungen Offi-cicren, wenn sie brav sind, geht; sie kennen keinen Unterschied zwischen Flucht und Re-traite, und ersetzen es dann durch Muth. Molondiu, Mestre de Camp von derSchweizcrgarde, ein erfahrner Offieier, dessen Regiment in der Nahe campirte, schlugdem Grafen von Soissons vor, zwanzig Musquetiers ausrücken zu lassen, und mitdenselben ein kleines vorgerücktes Werk zu besetzen, so die Straße, auf welcher derFeind ankam, flanquirte. Gleich darauf brachten die Schweizer ihren Schuß an, und Aork.der Marschall Hocquincourt wurde getroffen und fiel, da eben der Herzog von Aork ihnerreicht hatte, und nun Halt machen mußte, um seine Leiche zu retten. Alles kamdurch diesen Aufenthalt in Gefahr, wenn die Franzosen es gewußt und hitzig einen An-griff gethan hatten, weil die ganze Bedeckung aus den Croaten bestand. Endlich langteder Marquis von Caracene mit drey Escadrons an, und die Generale kehrten zurückzur Armee, aber so bestürzt über den Tod des Marschalls, daß niemand weiter re-cognoscirte, noch ein Wort vom Entwurf zum Angriff gedachte.
, Am izten Junius des Morgens rückte die ganze feindliche Armee in den Dünen Pl. 10 ausvor, und die Vortheile, so diese ihnen gaben, dem Quartiere des Marschall Türenne Ramsay.sich zu nahen, wurden immer größer, je naher der Feind kam. Türenne rückte mitden einzigen Truppen seines Quartiers sieben bis acht hundert Schritt vorwärts, undließ die andern noch sämmtlich in der Circumvallation. Mit den Seinen aber besetzte ereine hohe Düne, von welcher er besorgte, daß die Feinde sie einnehmen möchten, und ließ inEil in gerader Linie mit ihr den Strand bis zum Meere mit Pfeilern sperren, weil die erste
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