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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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234
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Feldzug vom Jahr 1653.

Esiacade, die nunmehr rückwärts lag, ihnen unnütz geworden war. Auch warf manauf der Höhe der Düne selbst in Gegenwart des Feindes einige Verschanzungen auf; esist aber leicht zu denken, daß Arbeiten in so weniger Zeit nicht beträchtlich seyn konnten,und auch die Pfeiler, die man in so großer Eil setzte, hätten gegen die Fluth nichtgedauert.

Um eilf Uhr stand die Avantgarde des Feindes eine halbe Stunde vom Postendes Marschall Türenne, und machte Halt; man sah, daß sie daselbst campiren wür-de. Dom Juan von Oesterreich führte die rechte gegen das Meer zu, Conde' dielinke am Canal, der voll Fnrnes nach Duynkirchen geht; die Front, vom Strande angerechnet, betrug auf drey tausend Schritt: fünfzehn hundert in den Dünen, die zwarungleich, jedoch überall gangbar sind, und fünfzehn hundert Schritt von den Dünenab, in einer Wiese mit verschiednen kleinen Graben durfchnitten, so von ihr aus bis zumCanale von Fnrnes hingehn. Der Prinz verschaffte sich ganz leicht Gemeinschaft überdiese Canäle, und schlug sodann zwey oder drey Stunden vor Nachts über den von Fur-nes eine Brücke von vielen Schiffen, die er aus der Stadt selbst an sich gezogen hatte,und diese Brücke stieß an seinen linken Flügel.

Türenne stieg des Nachmittags wieder zu Pferde, und recognoscirte mit dem Ge-nerallieutenant Bussy-Rabutin und dem Regimente Cavallerie la Billette den Weg vonFurnes längst des CanalS, und sah daselbst die Feinde an ihrer Brücke arbeiten, undwie sie in einer Stunde dieselbe vollendet hatten. Sogleich kehrte er um, und ließ alleseine Feldwachen gegen diese Seite einziehen. Er kannte in ganzem Umfange alle dieVortheile, so die Feinde haben würden, wenn sie beydes dies- und jenseits des Canalsmarschiren könnten, und sah sofort, daß hier kein andrer Rath sey, als zu schlagen. AlleQuartiere der Armee erhielten Befehl aufzubrechen, und zwey Stunden vor Tages indem Quartiere des Marschalls zu stehen. Weil aber auf sechs bis sieben Canäle ihreGemeinschaft unterbrachen, und die Besatzung von Duynkirchen, sobald sie verlassenwurden, um so eher im Stande war, einen Ausfall dagegen zu unternehmen, dasLager in Brand zu stecken und die Gemeinschaftsbrücken zu verderben: so ließ der Mar-schall Türenne eine hinlängliche Anzahl Truppen zurück, und befahl den Engländern,die zwischen Duynkirchen und Mardyck standen, ihre Bagage nach dem Fort Mardyckzu schicken, den Truppen aber diesseits des Canals, der von Vinopbergen nach Duyn-kirchen führt, sie unter das große Fort an dem Canale.zu stellen, das die Feinde, wiegesagt, angefangen, und die Truppen des Königs nun besetzt hielten.

Außer-