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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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354
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Z54 Feldzug vom Jahr 167z.

Themse zu rächen, gerade auf die holländische Flotte anrückten. Sie vertheilten sichin drey Escadern, die rothe unter dem Prinz Robert, die blaue unter dem Admiral EduardSpragh, und die weiße unter dem Graf von Estrees.

Am 2 ten Iunius erreichten die vereinigten Flotten die Gegend von Nordvorland,den zten Ostende, und kamen am Tage darauf ins Gesicht der Holländer, die zuSchoonfeld zwischen den Bänken Sten und Rand gelegen. Weil aber das Wetterziemlich dunkel und ungestüm worden war, so wurde nichts versucht, bis am 6sten ge-gen Mittag das Wetter sich aufzuklären begann, da die englische Flotte der holländischenins Gesicht kam, und die Nacht darauf der Himmel völlig sich ausheilte. Prinz Ro-bert, der die Absicht hatte, eine Landung zu unternehmen, wozu, wenn das Treffengünstig gewesen wäre, ein beträchtliches Corps Miliz unter dem Grafen von Schom-berg auf den englischen Küsten zum Einschiffen bereit stand, beschloß nach gehaltncmKriegsrathe am 6ften Julius das Treffen, und setzte sich diesem gemäß am folgendenTage, da der Wind den Holländern nordwest war, in Bewegung. Der AdmiralRuyter berief den Kriegsrath an seinen Bord, und es wurde beschlossen, dieSegel einzuziehen, damit diese auf und nieder stünden, und, wenn mandie englische Flotte ankommen gesehn hätte, desto leichter und fertiger gehobenund mit der Ebbe dawider angelegt werden könnten. Es waren aber dieGlieder noch nicht alle von des Admirals Borde geschieden, als die englische Flottebereits in Gestalt eines halben Mondes anzukommen begann. Die Escadre von derweißen Flagge, so am weitsten gegen Norden stund, war die erste, die mit der Escadrevon Tromp ins Gefecht kam, und mit ihr um den Nordosten stritt. Ruyter undBankert konnten mit den Ihren nicht zugleich attaquirt werden, hielten sich aber, damitsie nicht von Tromp getrennt würden, sämmtlich mit nordostwärts hin, bis ohngefährNachmittags gegen zwey Uhr, da es dem Admiral Zeit schien, südwärts sich zu wenden,worauf das Signal zu der Bewegung gegeben, und dem Admirallieutenant Trompdurch eine Advisjagt die Nachricht gesandt wurde. Als nun die Escadren sich gewendethatten, geriethen auch sie ins Gefecht, Ruyter mit der Escadre vom Prinz Robert,Bankert mit der blauen. Es drungen beyde durch die englische Flotte durch, dochRuyter mit etwas mehrerm Glücke als Bankert, weil die Vorstange des letzten abge-schossen worden; und als man hierauf die zwo englischen Escadern vorbeygegangen,alle Schiffe derselben abgeschnitten, und den Wind über ihnen hatte, so schien es den-noch nicht rathsam, sie weiter zu verfolgen, weil man statt dössen nordwärts sich wen-den mußte, um dem Admirallieutenant Tromp zu Hülfe zu kommen, so denn auch

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