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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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355
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Feldzug von; Jahr 1675.

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gegen Abend geschah, da man mit gesamter Hand südwärts mit den Feinden gicng, undso lange gefochten, bis die Nacht die Flotten trennte, und die holländische ohnge-fahr zwey Meilen Westnordwest von Westcappel zu Anker gekommen, und die englischeohngefähr zwey Meilen davon nordwest gegen Westen gleichfalls Anker warf. Esward, wie der Admiral Tromp in feiner Relation fagt, von beyden Seiten mit großerVerbitterung gefochten, jedoch allerdings von einem Schiffe mehr als vom andern,nach den größer« und mindern Vortheilen des Windes; die Brander aber von beydenSeiten thaten nur wenige Wirkung, so daß auch der Prinz Robert in seiner Relationsich über ihr Verhalten beschwert. Der Verlust an Schiffen wurde von beyden Seitenverborgen, weil keines dem andern in die Hände fiel; die Engländer verloren an Todtendie Capitains Fowles, Woerden und Fink, und rühmten besonders das Betragen derCapitains Rcves und Lee; die Holländer aber verloren den Viceadmiral Schramm,den Schout by Nacht Vlugh, und die Capitains von Bergen und Baker.

Sechs bis sieben Tage nach diesem Gefechte, als von den Generalstaaten einigeDeputirte an den Bord der Flotte gekommen waren, wurde, die Engländer von neuemanzugreifen, beschlossen, und, nachdem anraten Iunius um eilf Uhr die Fahne desGebets ausgesteckt worden, sofort unter Segel gegangen, und vor.Wind auf die engli-sche Flotte avancirt. Man jagt, daß an eben demselben Tage auch der Prinz Roberteiner; Kriegsrath gehalten, und beschlossen habe, mit dem Nordostwind, der damalswehte, nach der englischen Küste sich zu wenden, weil aller Vorrath verzehrt, und dieZahl der Verwundeten und Kranken beträchtlich war. Als aber diesem gemäß gegenzehn Uhr die Anker gehoben wurden, erschien eine Stunde darauf die holländische Flotte,und es wurde beschlossen zu fechten, vorher aber den Wind zu gewinnen, welches jedochnicht gelang. Das Gefecht erhob sich zwischen vier und fünf Uhr, war aber von eng-lischer und französischer Seite nach dem ersten Widerstände, welcher hartnäckig, blos einGefecht im Rückzüge und Canonade, so daß dieselben, als der Wind den Holländern nichtvöllig günstig gewesen war, von eilf Uhr des Nachts an ihren Weg ungehindert fort-setzten. Prinz Robert war des folgenden Tages für sich zwar der Meynung, vonneuem zu fechten, niemand aber fiel ihm bey, und es wich die englische Flotte nach ihrerKüste, und kam noch an selbigem Abend vor Solsbay, und sodann über Kingsdeepnach Queenborough und die nordische Bay; die Holländer aber kehrten wieder nachSchoonfelden zurück. z

Während deß nun hatte nach Mastrichts Eroberung die französische Armee gegendie Städte vom Brabant, als Heußden, Breda oder Herzogenbusch sich gewendet, und

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