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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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356
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Feldzug vorn Jahr 167z.

die eine oder die andre mit der Belagerung bedroht; weil aber der Prinz von Oranien,sobald er von seinen ersten Besorgnissen an der Küste sich befreyt sah, sofort ein beträcht-liches Corps zu Raemsdonk und in der Langenstraße zwischen Gertrnydemberg undHeußden zusammengezogen hatte, und Herzogenbusch und Breda unter Wasser gesetztwar, so sah man sich gezwungen, diese Entwürfe aufzugeben. Ob es nun gleich aller-dings unzweifelhaft schien, daß Spanien gegen Frankreich sich erklären würde, so warder König, man weiß nicht aus was für Ursachen, doch immer noch des Sinnes nicht,die erste Feindseligkeit zu begehn; und da von Seiten der Provinz Holland gleichfallskeine Hoffnung war, mit Erfolg unternehmen zu können, so vertheilte der König seineArmee. Der Herzog von Luremburg verblieb in den eroberten Provinzen; Conde',um die Entschließungen der Spanier zu bewachen, in der Gegend von Herzogenbusch,und sodann nach einiger Zeit in der Gegend von Alost. Ein Corps von fünf tausendMann unter dem Marquis von Rochcfort gieng nach dem Chnrfürstenthum Trier, undstieß in der Folge jenseits des Rheins zum Marschall Türenne; der Nest aber der Ar-mee gieng, nachdem Maseyck und Tongres geschleift worden, mit dem König nachLothringen und dem Elsaß, wo bis zu dem September nichts merkwürdiges geschah,als daß die zehn freyen Städte unter das Joch gebracht, Strasburg zur Neutralitätgezwungen, und Trier und Schoncck durch förmliche Belagerung erobert wurden.

Der Prinz von Oranien stand noch im Lager zu Ramsdonk, als die Küsten vonHolland und Seeland zum drittenmale mit der Landung bedroht wurden, und die Eng-l-iMoii-o (l's länder, die von neuem ihre Kräfte gesammelt hatten, mit einer Flotte von hundert undOmliaume. fünfzig Segeln und vielen Landtruppcn in See giengen, ihre Anker gegen Schoon-feld über warfen, und bis zum 2ten August daselbst verblieben. Den Tag darauf abererschienen einige ihrer Schiffe vor der Maas, und man sah sie bald darauf von derMaas an bis nach Schevelingen in voller Ordnung, und sodann allgemach gegen Nor-den tiefer in die See laufen, um den Curs nach dem Texel zu richten, so daß sie am4ten um Eymont und Santvoort lagen, und ihre Brandwachten noch im Gesicht vonSchevelingen hatten, alsdann aber vor dem Holder, und endlich vor dem Vlie undAmeland sich legten, und folglich bis an die Wester - Ems sich verbreitet. Der Prinzvon Oranien, der von England aus bey Zeiten Nachricht von dem Vorhaben er-halten hatte, verließ das Lager zu Ramsdonk in Eil, und begab sich nach dem Haagund der sämmtlichen Küste von Holland und Seeland, um die Vertheidigungsanstaltenzu Landern treffen. Man sagt auch, daß Anfangs die Staaten nicht gesonnen gewe-sen, ihre Flotte in See laufen zu lassen; weil aber das Schicksal gewollt, daß zu eben

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