;;8 Fcldzuz von, Jahr 167;.
versprach eine Hülfe von acht tausend Mann, der Kaiser von dreyßig tausend; demHerzog von Lothringen sollte eilte Armee von achtzehn tausend Mann übergeben werden,so außer der erwähnten Hülfe der Kaiser und Spanien zur Hälfte, und der Herzogselbst das übrige formiren wollten. Der Kaiser versprach, das Reich zum Beytritt zubringen, und alle Bundsgenossen gelobten, nicht anders als sammt und sonders Friedenzu schließen.
Der Prinz von Oranien , der nun mit einmal seine Küsten befreyt, und so mäch-tige Bundsgenossen sich versichert sah, wandte die Truppen, so mit ihm die Küsten be-wahrt hatten, gegen die Eroberungen Frankreichs in Holland. Unter allen Plätzen derfranzösischen Linie war in Betracht der Entwürfe, die der Prinz für die Folge auf dieVereinigung mit den kaiserlichen Truppen am untern Rheine gebaut hatte, keiner ihmso wichtig als Naerden, nicht nur, weil es an und für sich Amsterdam großen Abbruchthat, sondern weil es auf die Folge, wenn die Vereinigung mit den deutschen Armeengeschehen sollte, eine lebhafte Bewegung vorwärts gegen Utrecht und die andern Plätzedes Stifts, die sämmtlich nicht stark waren, trefflich begünstigte. Indeß war Naerdenselbst ein haltbarer Posten, und mit einer Besatzung von zwey tausend Mann versehen.Der Herzog von Luxemburg staub in der Nähe sie zu verstärken, und vermochte, wenndie Belagerung in die Länge sich zog, vielleicht auch den Entsatz. Es nahm also derPrinz von Oranien seine Zuflucht zur List, und die Armee, die bey GertruydenburgDen zosten gestanden hatte, lagerte sich bey Gorcum, zu eben der Zeit, da die Truppen, so dieAugust. Küsten bewahrt, Amsterdam, Muyden und den Posten der Holländer, Naerden gegen-über sich nahten. Der Herzog von Luxemburg, der Bommel oder Grave dadurch fürbedroht hielt, zog, was er konnte, zusammen, und nahte sich Tiel, so daß der Prinzvon Oranien ihm in Märschen zuvorkam, seine Truppen, so in den holländischen Postengestanden ^Naerden bekennten, und die Armee, ehe der Herzog von Luxemburg Ver-stärkung einwerfen können, folgte. Hierauf wurden sofort alle. Zugänge mit Sorgfaltverschanzt, die schwere Artillerie von Amsterdam beygebracht, und die Laufgräben geöff-net , so daß am 8ten September die Batterien bereits zu spielen ansiengen. Angourto,General der spanischen Reuterey, that den Vorschlag, den bedeckten Kzeg mit stürmen-der Hand anzugreifen, weil die Besatzung keine große Entschlossenheit bezeugt hatte, under ward in der Nacht vom loten zum uten gestürmt, und, obwohl mit einigem Verluste,behauptet; sobald aber die Bresche gelegt, gieng der Platz, ehe der Graben passirt war,über. "Der Commandant in demselben hieß dü Pas, ein Officier, der lange im Regi-ment Türenne gedient, und für den der Marschall selbst beym Könige gehaftet hatte.
Das