z6o
Feldzug von: Jahr 167z.
Merkan,Chavagnac,Feuquieres,(Zucrre ä'Ilollsnäe,
daß er diese Hoffnung nicht erfüllte, und ein Grund die Gemeinschaft der beyden Flügelvon einander trennte, so beschloß er, näher am Mayne eilt sichrer Lager zu wählen, undsetzte sich in der Gegend von Markbreit mit der Rechten an den Mayn, und mit der Linkenan ein tiefes Thal. Der Marschall Türenne, der nichts gegen diese Netraite zu unter-nehmen vermochte, folgte auf dem Fuße, und lagerte sich mit der Linken am Mayne,und mit der Rechten gegen einen Bach, unterhalb Ochsenfurt eine Stunde von der Ar-mee des Kaisers. Zwischen den Lägern der Armeen war ein Thal auf eitle halbe StundeWeges lang, von einem Lager zum andern gerechnet, und in diesem Thale zur Linkender französischen Armee lag der Flecken Markbreit, den die Kaiserlichen besetzt hatten,zur Rechten aber waren es ungangbare Felsen und Gebürge. Montecuculli, der sichbey dieser Stellung sicher für den Angriff sah, und, ob er gleich Ursache hatte, dieSchlacht zu vermeiden, dennoch die Armee vom Gegentheil zu überzeugen wünschte, ließauf Annäherung der Türennischen Armee die seine in Schlachtordnung treten, undumritt die ganze Front, um Corps für Corps ein jedes zu seiner Pflicht zu ermuntern,da indeß auf seinen Befehl der Graf von Chavagnac gegen einen Vorposten des rechtenFlügels von Türenne in den Weingebirgen einen Angriff unternahm, der auch mit eini-gem Vortheil für die Deutschen sich endete. Ob nun gleich Türenne auf solche Art nichtvermocht hatte, mit Hoffnung des Siegs die Deutschen angreifen zu können, so wardoch durch seine Stellung der Ober- und Niederrhein beydes gedeckt, und es schien, alswenn dieser Feldzug wie der erste ohne That verstreichen würde, als mit einmal die ganzeGestalt der Sache sich geändert, und durch einen einzigen Zufall alle Entwürfe des Mar-schalls zerstört wurden.
Es hatte der Bischofs von Würzburg, in dessen Landen die französische Armeestand-, dem Marschall Türenne eine vollkommne Neutralität für alle seine Städte, undbesonders für Würzburg versprochen, wo von beyden Theilen keine Besitzung einge-nommen, und keinem von beyden der Uebergang über den Mayn erlaubt werden sollte;und Türenne, dem es Anfangs, wie zu vermuthen, an Zeit, und als die kaiserliche Ar-mee angerückt war, an der Macht fehlte, größre Sicherheiten zu verschaffen, hatte mitdiesen sich begnügen müssen. Montecuculli, der sich in den übrigen Entwürfen zuvor-gekommen sah, wandte nun alle seine Gedanken darauf, der französischen Armee, dieso weit von ihren Magazinen und Landen entfernt war, die Lebensmittel abzuschneiden;und da die Brücke von Würzburg ihm so treffliche Gelegenheit darbieten konnte, in demRücken derselben gegen ihre Convois zu unternehmen, so ließ er nichts unversucht, umden Bischofs von Würzburg zu bereden, daß er den Truppen des Kaisers den Uebergang