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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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367
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Z6?

Feldzug vom Jahr 1674.

(^ie Staaten, die im verwichnen Jahre durch-die einzige Eroberung von Bonn von Mena„,

der Vecht an bis zur Assel alles Verlorne ganz ohne Schwerdtschlag wieder gewon-nen, schlössen, ehe sie den Feldzug dieses Jahrs eröffneten, mit England, Cöln und^M ^'Münster einen Frieden, in welchem sie alle vorige Freyheit zur See, und die Platze, OuM-mme,die Münster und Cöln inne gehabt, wieder erhielten. Frankreich verließ zu Anfange ^iers.des Frühjahrs die Assel, die Platze am Rheine, ^ so dem Churfürsten von Brandenburggehörten, und Nimwegen; der Kaiser aber beschloß , eine Armee von sechs und dreyßigtausend Mann nach den Niederlanden zu schicken, und sie mit dem Prinz von Oranien,der sie wie die Spanier commandiren sollte, zu vereinigen. Das ganze Reich, Bayernund Hannover allein ausgenommen, vereinigten sich gegen Frankreich. Mit ihnensollte der Herzog von Lothringen mit seinen Truppen und einem Corps des Kaisers ver-einigt gegen den obern Rhein agiren; auch Brandenburg, das dem Reiche Hülfe zugeben sich vorbehalten, schien bereits zum Vortheile der Republik sich zu neigen. Dieswaren die Hoffnungen des Jahres, als die Zeit des Feldzugs herannahte, wo Frank-reich sich allein überlassen gegen Holland, Spanien, den Kaiser und das Reich zugleichstreiten mußte.

So wie der Kaiser und das Reich den ersten Entschluß, für Holland zu fechten,gefaßt, hatte der Herzog von Lothringen gleich Anfangs gerathen, den Sitz des Krie-ges in die Franche-Comte'zu verlegen, wo das Herz von Frankreich offen stand, unddie Gebirge, die im Elsaß eine so schwere Barriere entgegenstellten, sämmtlich im Rückengefaßt waren. Die Fruchtbarkeit des Landes, seine Festungen, die Nahe von Lothrin-gen, die Beschaffenheit der Provinzen von Frankreich, in welche der Eingang geöffnetward, alles schien diesen Entwurf zu verstärken. Dennoch erklärte sich das HausOesterreich für den Elsaß, dessen Eroberung als eine ehmalige Provinz ihm am meistenam Herzen lag; Ludwig der vierzehnte aber, den nicht nur die Schönheit des Landesund der Eroberung selbst, sondern mehr als alles die Furcht, daß seine Feinde weiserwürden, bewog, faßte den Entschluß, den Feldzug mit Eroberung dieser Provinz zueröffnen. Die Schweizer, die großen Antheil an ihrem Schicksale nehmen mußten,wurden theils mit Geld, das Oesterreich und Spanien schonte, theils mit Schejngrün-den eingeschläfert.' Der Marschall Türenne erhielt Befehl, die Provinz in der Erobe-rung