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Fcldzug vom Iahr 1674.
sechs tausend Pferden. Es vereinigten sich aber indeß auch die Feinde in gleicher Starke,und wandten sich, nachdem sie eine Zeitlang zu Ladenburg campirt, auf Lampertsheim,in der Gegend von Worms. Als aber der Churfürst von der Pfalz die Verstärkungder französischen Armee erfahren, giengen sie auf sein dringendes Gesuch, und, nachdemer seine Truppen mit ihnen vereinigt, wieder nach Ladenburg, wo sie die Rechte gegenden Rhein, und Ladenburg zur Linken sich verschanzten.
Am zten Julius, nach einer Scheinbewegung gegen Kaisers-Lautem, brach derMarschall Türenne aus dem Lager zu Lachern auf, zog in Philippsburg die vier Ba-taillons und zwanzig kupferne Pontons an sich, und lagerte sich noch an selbigem Tagejenseits des Rheins zu Hockenhcim, den Tag darauf aber früh um eilf Uhr au den Uferndes Neckars, in der Gegend des Fleckens Weiblingen, wo der Marschall die Vortheiledesselben zum Uebergange kannte, und überzugehn beschlossen hatte. Weiblingen liegtan einer Bucht des Neckars, wo auf der Seite des Marschalls eine Terrasse, die mitMauern von sieben bis acht Fuß Höhe gestützt wird, auf sechs bis sieben hundert Schrittlängst des Flusses fortlief, und eure Batterie für die Kanonen, und für die Infanterieeine Brustwehr gab. In der Tiefe am Ufer des Flusses, der nur hundert und fünfzigbis hundert und sechzig Schritt breit ist, waren hier und da Gestrüppe von Ulmen, daman die Infanterie mit Vortheil postiren konnte, und jenseits, wo das Terrain ganzsanft sich erhob, machte auf sechzig Schritt von den Ufern eine Höhe, die wohl vierhundert Schritt halten mochte, und hier und da mit Hecken bewachsen war, eine Artvon Abschnitt. Die Posten diesseits fianquirten jene; es wurden sofort von beydenSeiten der Höhe nach dem Flusse hin Graben gezogen, die Brücke in der Mitte derBucht geschlagen, und die Cavallerie gieng durch die Furche und brachte einige Gefan-gene. Weil aber der Uebergang erst auf den folgenden Tag festgesetzt war, da am Tageder Ankunft die Brücken nicht fertig feyn konnten, fo hielten indeß die deutschen Gene- Merlan,rale Rath, und beschlossen in Betracht der Starke der französischen Armee, und daßsie selbst in kurzem durch die lüneburgischen Truppen und andre Corps verstärkt würden,nach dem Mayne sich zurückzuziehen und diese Zeit abzuwarten. Die Armee brach mitEingang der Nacht auf, und der Oberste Dünewald formirte die Arriergarde, die De-filees zwischen den Lägern, so die nahen Recognoscirungen verhindert hatten, machten,daß man französischer Seits erst verschiedne Stunden nachher die Retraite erfuhr. UmMitternacht detaschirte der Marschall den Graf von Roye mit vierzehn hundert Pferdenund sechs hundert Dragonern ihnen nach; und Rochepaire, der die Tete hatte, undziemlich weit vorausgerückt war, fand jenseits Zwingenberg die feindliche Arriergarde,
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