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Feldzug von; Jahr 1674.
stützen; Türenne aber, der ganz zu seiner Rechten stankwärts attaqm'ren mußte, konnteaus seiner Linie keine Truppen nehmen, ohne sie von seinem linken Flügel zu trennen,und es hatte auch der Marschall Anfangs die ganze erste Linie en barmlle gelassen, undblos mit dem Corps von der zweyten attaquirt. Weil aber die Zahl der Feinde bestän-dig zunahm, und sie von ihrer Cavallerie so große Vortheile zogen, sah sich der Mar-schall gezwungen, nicht nur den ganzen rechten Flügel der zweyten Linie, sondern auchaus der ersten drey Bataillons und die ganze Brigade Pilois Cavallerie zu gebrauchen;und diese Cavallerie machte mit dem Reste der Linie einen Haken, der dem Feuer ausdem Dorfe die linke Flanque Preis gab. Die Cavallerie behauptete sich eine Zeitlangin dieser gefährlichen Stellung, und das Gefecht blieb noch immer zweifelhaft, bis end-lich sie sowohl als die Infanterie mit einem milchigen Angriff durchdrängen, und endlichdadurch die Stellung veränderten, so daß sie nun längst des Holzes, das sie im Rückennahmen, sich ausbreiteten, um die Infanterie auf diese Art zu unterstützen, die von ihrerSeite nach hartnäckigem Gefecht Meister vom Holze geworden, und mit ihm die nächsteErhöhung gegen den Feind gewonnen; aber den Vortheil zu verfolgen vermochte mannicht. Doch versuchte sich Anfangs der Graf von Roye gegen sechs Escadrons, dieganz zur Rechten am Ende des Holzes in einer kleinen Ebne zur Unterstützung ihrerInfanterie vorgerückt waren; ein Graben aber, den er zu passiren hatte, und dasFeuer, das ihn auf der linken Flanque traf, hielten ihn davon ab, und man begnügtesich, den bisher gewonnenen Posten zu behaupten.
Indeß standen während dieser Gefechte alle Truppen erster Linie, so nicht zu dem-selben gebraucht wrrrden, sämmtlich en damille den Feinden gegenüber, und durch langeHecken, so jedoch Oeffnungen hatten, und ein kleines lichtes Gehölz etwas zur Linkender Infanterie, von ihm getrennt. Als nun der Graf von Lorges das Gefecht auf derSeite des Marschalls Türenne immer heftiger werden sah, und urtheilte, daß die Fein-de von ihrem rechten Flügel zur Verstärkung des linken detaschiren würden, so beschloßer, in der Gegend des Gehölzes wider sie anzurücken, um ihnen entweder blos Besorg-niß zu geben, oder wo möglich von daraus in ihre Flanque zu fallen. Als er aber die-ser Absicht gemäß die Cavallerie von seinem Flügel vorrücken ließ, kam ein Adjutantvom Marschall Türenne, Truppen von dem Generale abzufedern; und während dieserihm vorstellte, wie seine itzige Bewegung vorwärts die wesentlichste aller Hülfen sey, dieer dem Marschall itzt leisten könnte, und der Adjutant dagegen auf dem Befehle bestand,so sah man auf einmal ein Corps feindlicher Cavallerie, die durch die Oeffnungen derHecke in die Ebne vorprallte, und im Augenwinke diesseits mit achtzehn Escadrons for-
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