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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug von; Jahr 1674.

Caprarische Attaque geschlagen sah, zurück, so daß auf beyden Flügeln die Gefechtebeynahe zu einer Zeit sich geendet, und der Graf vor» Lorges und der Marschall Türenne,die beybe einander zu sehen eilten, sich auf dem Wege begegneten.

Der linke Flügel war also Meister von der Ebne, und der rechte hatte das Holzund die nächste Erhöhung an demselben gewonnen, und die Cavallerie war im Stande,die Infanterie zu unterstützen; aber das Terrain war eng, und die Truppen, wenn sieangegriffen wurden, mußten Front nach zwey Seiten machen; griffen sie aber selbst an,so hatten sie drey Höhen gegen sich, die als Glacis abliefen, und durch ihre Lage sichwechselseitig unterstützten. Es waren hier und da Werke aufgeworfen, und die In-fanterie und das Geschütz überall so Vortheilhaft postirt, daß weder auf diesen noch denfolgenden Tag der Angriff rathsam für eine Armee schien, die an sich in der Zahl umso viel schwacher als die feindliche, und durch das Gefecht und den beständigen Regenerschöpft worden, und länger als vierzig Stunden in Bewegung gewesen war. Mankanonirte sich die wenige Zeit, die vom Gefechte zur Nacht blieb; als diese aber endlicheingebrochen, zogen sich beyde Armeen^ als hätten sie das Wort sich gegeben, zurück,die französische nach Achenheim, die deutsche nach Illkirchen und Gravestädten; dochsagt man, daß französischer Seits sechs Regimenter Cavallerie und ein Regiment Dra-goner unter dem Brigadier Bülonde das Schlachtfeld behauptet, und am folgendenMorgen einige Verspätete vom Feinde gefangen hätten.

Der Verlust an Todten französischer Seits belief sich auf zwey tausend, derfeindliche eigner Angabe nach auf zwey tausend fünf hundert, und wäre von beydenSeiten viel beträchtlicher gewesen, wenn nicht der beständige Regen die Musqueten fastunbrauchbar gemacht. Saldagne, Cornas und Littleton, Obersten von der Cavalle-rie, und der Graf von Claire von der Infanterie bliebet!; Listenay von den Dragonernund Bandeville von der Infanterie starben an den Wunden; der Graf von Auvergne aberund Hamilton und die Marquis Pizieup und Reveillon waren schwer verwundet. DerMarschall Türenne verlor ein Pferd, und bestieg ein andres vom Marquis von Beuvron,einem seiner Adjutanten. Von Seiten der Deutschen traf der größte Verlust die lüne-burgischen Truppen; der Prinz von Würtemberg, neustädter Linie, der GeneralmajorReus, der Oberste Gondola und der Graf von Styrum wurden verwundet; die Ober-sten Noot, Feig und Berriere blieben, so auch der Graf von Grammont, brüsselscherGesandte am lünebürgischen Hofe.

Zwey Tage nach der Schlacht am 7ten October brach die französische Armee auf,und bezog einen neuen Posten zu Marken an der Mouzig, mit dem rechten Flügel durch

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