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Feldzug vom Jahr 1674.
Bachs in einer dortigen etwas hochliegenden Ebene Redans aufgeworfen, und die straß- /hurger Besatzung aus dem Schlosse Wasselnheim entlassen, um den rechten Flügel undseine Defilees desto sichrer zu haben; die Tete aber des Lagers und der Flecken von Mar-lenheim wurde verschanzt, und alle Anstalten getroffen, die, wenn man den Feind erwar-ten wollte, nöthig waren, so daß man selbst in der französischen Armee sicher glaubte, daßder Schluß, Stand zu halten, gefaßt sey. Doch fand Türenne, als er die Arbeitenbesah, einen alten Soldaten, der, ohne Hand anzulegen, mitten unter den Arbeiternruhte, und der Marschall nahm ihn seitwärts und fragte, warum er das thäte? Icharbeite nicht, antwortete der Soldat lachend, weil ich weiß, daß Sie nicht lange hierstehen werden; der Marschall ermähnte ihn zum Stillschweigen, gab ihm eine Hand vollGeld, und machte ihn bald darauf zum Lieutenant.
Am i8ten endlich, nach einiger Tage Ungewißheit, brach die deutsche Armee,nachdem sie auf vier Tage sich mit Brodte versehen, des Morgens um zwey Uhr auf,und gieng in drey Colonnen über die Breusch, die Kaiserlichen zur Rechten, die Bran-denburgifchen zur Linken, und die Lüncburgischen in der Mitte, mit einer Macht vonsechzig taufend Mann. Sie nahten sich der französischen Armee auf eben dem Wege,den sie selbst zuvor, als sie den Posten bezogen, gehalten, und wurden bereits mit An-bruch des Tages zur Rechten durch den Marquis von Vaubrün und Grafen von Royevon einer Höhe entdeckt, da man die ganze Gegend nach Molsheim und Dachsteinübersah. Man hatte bisher auf ihr des Tages eine Feldwache gehalten, die aber dieGenerale diesen Tag nicht ausstellen konnten, weil die Flanqueurs, so sie die Höhe hin-aufgeschickt, bereits die leichten Truppen des Feindes vorfanden, so daß die Generale,die am Fuße der Höhen im Dorfe halten geblieben, nachdem sie den Feind gesehen, sichzurückziehen mußten. Bald darauf, als der Nebel vergangen war, sah man auch zurLinken die feindlichen Vortruppen, und der Marschall, der sie von der äußersten Höhezur Linken des Lagers recognoscirt, und, daß es die ganze feindliche Armee war, gese-hen, beschloß auf die Nacht den Rückzug.
Die Armee der Deutschen marschirte indeß en Kamille auf, ohne Bach und De-filee zwischen der französischen Armee und ihr; und man sagt, daß der Churfürst von Merlan.Brandenburg darauf bestanden, noch an demselben Tage eine Höhe zu besetzen, so demfranzösischen Lager nachtheilig war und es zur Veränderung seiner Lage zwang; und obes gleich scheint, daß auch dieses nicht entschied, da der Marschall den Rückzug mit Ein-gang der Nacht bereits festgesetzt, so konnten doch die Generale der Alliirten auch hier-über sich nicht vereinigen, und erwarteten den folgenden Tag. In der französischen
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