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Feldzug vorn Jahr 1674.
um sie zu erwarten, gezwungen ward, einen langen Halt zu machen, so daß, wie ge-sagt, die letzten Truppen erst um zehn Uhr des Nachts anlangen konnten. Dies warnun der Posten, den der Marschall Türenne, als die letzte Zuflucht gegen die Feinde,nach ihrer vollen Vereinigung sich ersehen hatte, um auch mit schwacher Armee sich ge-gen sie zu behaupten. Die Sorr bedeckte die Front, und ein Bach jeden Flügel, da-von der rechte gegen Dettweiler und der linke gegen Hochfelden hinsah; die Armee standdie Nacht über en Kamille, und mit Anbruch des Tages wurden die Zugänge recognoscirt,die Posten ausgestellt und die Zelter geschlagen. Aber gleich am folgenden Tage kamvon den Posten jenseits der Sorr die Nachricht, daß der Feind in vollem Anmärsche sey;und weil das Lager der Armee stark genug war, um keinen Angriff in demselben befürch-ten zu dürfen, so urtheilte der Marschall, daß die Absicht der Bewegung vielmehr sey,entweder den Posten von Bergzabern zu gewinnen, oder bey Brumpt die Sorr zu pas-siren. Diesem gemäß wurde ein Corps nach Steinbergen auf halbem Wege von Dett-weilernach Zaberndetaschirt, und diesem der Befehl gegeben, beym ersten Allarminden Platz sich einzuwerfen, wo die Armee, wenn es den Feinden ein Ernst wäre, auf demFuße nachfolgen würde; und hiezu wurden über den Bach, der die Rechte bedeckte,
Brücken geschlagen, und alle Furchen über die Sorr vom Lager an bis nach Bergza-bern verderbt. Die untre Sorr hingegen war weit schwerer zu vertheidigen, weil vomlinken Flügel der Armee ab bis zur Passage nach Brumpt zwey starke Stunden Wegshin waren, und der feindliche rechte nur auf eine halbe Stunde davon abstand, derlinke aber lief gegen den Kochersberg zu, so daß es allerdings gleich Anfangs ihnen mög-lich gewesen, daselbst überzugehn, und zwischen der französischen Armee und Hagenausich zu setzen, wenn ihnen dies anders einen Vortheil bringen konnte. Weil sie es abernicht gethan, so wurden die Brücken und Furche der untern Sorr so wie der obern bisüber Brumpt hinaus verderbt, dieser Flecken und die Kirche, von welchem man dasganze Land jenseits übersehen kann , besetzt, ein andrer Posten nach dem Schlosse vonHochfelden verlegt, und zwischen diesen beyden Posten und zwischen Hochfelden und demLager die Gemeinschaft durch Feldwachen unterhalten, die am Tage sich sahen, und inder Nacht ohne Unterlaß das ganze Terrain auf und ab durch Patrouillen, die sich be-gegnen mußten, beritten. Wäre alsdann der Feind wirklich über die Sorr gegangen,so war der Marschall entschlossen, sie beym Uebergange anzugreifen, und alles zu wa-gen , um sie von Hagenau und feinem Rücken abzuhalten. Die Deutschen aber unter- Merlan undnahmen von dem allen nichts, weil die Jahrszeit zu einer Belagerung ihnen zu spät schien, Puftndorf.besonders da nach geendigtem Feldzuge in Flandern es vorauszusehen war, daß die
Armee