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Feldzug vom Jahr 1674.
aber zog der Marschall nicht an sich, sondern gab ihnen den Befehl, in Lothringen zubleiben und sich zu erholen. Indeß aber zogen sich die Deutschen nach Achenheim, undverminderten die Vesorgniß der französischen Armee für ihre Linke; der Mangel abervon Fourage blieb so groß, daß die Cavallerie eine ganze Zeitlang von Weinblattern sichnährte, und, obgleich dann und wann einige Convois von Haber ankamen, die Pferdedoch täglich voll Kälte und Wind und Hunger an der Stange umfielen. Es kam aberalles darauf an, fich.zu behaupten^ und Hagenau und Zabern, so lange als noch etwasgefürchtet werden konnte, zu decken. Die einzige Erleichterung des Unterhalts und derZufuhr war das Schloß Lützelstein, so die beste und leichteste Passage nach Lothringenbedeckte. Es gehört dasselbe einem abgetheilten Prinzen aus dem Hause Pfalz, undder Herr von Cezan im Namen des Marschalls hatte diesen theils mit Furcht, theilsmit Gutem beredet, Besatzung in die Stadt einzunehmen, die den einzigen Eingangzu dem Schlosse versperrt; die Stadt selbst aber hat eine gute Mauer, und nur eineneinzigen Zugang in einer ringsum wüsten und unfruchtbaren Gegend, so daß man imStand ist, sie mit wenig Truppen zu vertheidigen, und Türenne alle die Vortheile dar-aus zog, die ein guter Posten im Rücken, wenn alles, was vorwärts liegt, erschöpft,und in den Händen des Feindes ist, geben kann. Gegen eben die Zeit stand auch derMarschall, um dir Feinde von Zabern zu entfernen, der Stadt Straßburg die Neutra-lität für das Schloß Wasselnheim zu.
Türenne, nachdem er seine Verstärkungen an sich gezogen, schlug am 2ten No-vember Brücken über die Sorr, als wenn er den Feind aufzusuchen beschlossen hätte;und dieser zog sich zurück nach seinen vorigen Quartieren bey Enzheim und Glaispitzen,und verschanzte sich, so daß die französische Armee, wie viel die Cavallerie auch litt, dochbey dieser Stellung nicht wagen durfte, ihren Posten zu verlasse,:. Doch stand dieBagage bereits in Lothringen, das der Graf von Saulx mit seinen Truppen bedeckte,und die Cavallerie gieng in der Gegend von Ingweiler hinter die Moder, und war indie Dörfer und Flecken vertheilt, doch so, daß sie in gar wenig Stunden sich zusammen-ziehen konnte. Am 2vsten November verließ endlich auch die Infanterie das Lager znDettweiler, als man nach allen den Arbeiten, die in Zabern geschehn, bey der Iahrs-zeit und einer -starken Besatzung nichts mehr für dasselbe zu befürchten hatte. DasSchloß zu Hochfeld wurde gesprengt, damit die Feinde sich seiner nicht bedienten, umdie Gemeinschaft zwischen Hagenau und Zabern zu unterbrechen, und die Posten vonBrumpt und Dettweiler wurden mit drey hundert Pferden und einem Brigadier besetzt,um, wenn die Feinde gegen die Retraite der Infanterie unternähmen, zeitig Nachricht
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