Feldzitg vom Jahr 1674. 40z
ein Theil der Gens d'armerie, die zu dem Corpö des Grafen von Sauft gehörte, bereitszuvor in Quartieren gestanden.
Ob nun gleich der Marschall diesen ganzen Feldzug durch beydes Lothringen unddie neue Eroberung des Königs in der Franche-Comte' gedeckt, und Breysach, Phi-lippsburg und Hagenau behauptet, und die Druschen zur Linken des Rheins noch keinenfesten Fuß gefaßt hatten, so war dennoch auf die Folge der Zeit zum künftigen Feldzugedie Lage der Sachen noch nicht minder gefährlich. Denn da der Kaiser von der einenSeite auf die Eroberung von Dreyfach, Pfalz und das Reich auf die von Philipps-burg, und der Herzog von Lothringen auf die Einführung in sein Land mit allem demEifer bestanden, mit dem man Verlornes Land sich wieder zurückwünscht, so wurde nichtnur schon ansetzt Breysach und Philippsburg durch die engste Bloquade zur künftigenBelagerung erschöpft, sondern auch alle Maasregeln getroffen, noch wahrend des Win-ters den Eingang in Lothringen und die Franche-Comte' sich zu versichern. Hünin-gen war bereits über; Breysach, dem es an vielem fehlte, ohne Hoffnung eine Ver-stärkung einwerfen zu können, bloquirt; Remiremont und Epinal in Lothringen dies-seits der Gebirge in den Händen des Herzogs; ein starkes Corps hoch am obern Rhei-ne bis über den Befort hinaus in Quartiere verlegt, um wo möglich irr die Franche-Comte' einzudringen, und den Prinzen von Würtemberg-Mümpelgard von der Neutra-lität abzuziehen; die Quartiere der Feinde so gut, und so zuträglich zur Erhaltung ihrerzahlreichen Armee; Lothringen und Franche-Comte', wo sie in der Folge zu agiren ge-dachten , ihnen so von ganzem Herzen ergeben, und nach wenigen Monaten die Zeit wie-der da, wo die Verstärkung, die der Marschall Türenne von der Armee in Flandernwährend des Winters erhalten können, wieder verschwand, wenn man nicht dort ebender Gefahr sich aussetzen wollte, der man hier zu entweichen gedachte. Dies war derSache Stand, als Türenne, von dem man gehofft, daß er den Elsaß erretten würde,über die Gebirge zurückging, und das Land den Feinden Preis gab; und der Ministerund der Hof misbilligten die Maasregeln laut, und daß der Marschall über das Gebirgezurückgegangen, und die Verstärkung, die der Graf von Sauft ihm zugeführt, zu einerZeit nicht an sich gezogen, da er doch selbst zur Errettung vom Elsaß die Hoffnung gege-ben hatte. Die Armee aber behielt Zutrauen zu ihrem Feldherrn; und Türenne, überden Tadel erhoben, dem Vaterlande und sich und seinen Entwürfen getreu, setzte, ohnezu wanken, seine Bewegungen fort; und obgleich die Armee nun irr die neun Monatedas Feld gehalten, die Cavallerie fast zum Ruine gelitten, und auch die flandrische Ver-stärkung Spuren von dem blutigsten Gefechte des ganzen Krieges zu Seneff trug, so
Eee 2 war