Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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60 Soucha. 8oucis.

Haupt in den sogenannten ^ntiolininlrrss (dasDeutsche Wort, Vorzimmer, nimmt sich hierzunicht gut aus —) mit Glück verwalten oder bestehen,oder vorstehen will; sie muß aber auch schon früh aufeinen guten Rückzug denken, weil mehrere der obenbemerkten Eigenschaften mit den Jahren schwinden,sie also an Reiz und Annehmlichkeit verliert, welchesnur sehr bald gefühlt wird. Sie gleicht der Maitresseeines großen Herren, die sich nur in der Gunst beiihrem Gebieter erhalten kann, daß sie ihm alle Tageneu zu erscheinen sucht und ihm dadurch unentbehr-lich wird. So schwierig nun der Dienst einer Sou-brette in der Wirklichkeit durch alle Schattirungenist, eben so schwierig ist auch diese Rolle, als Spiegelauf den Brettern zu geben, indem sie eine selteneGewandheit erfordert, und oft mit mehr Feinheit durch-geführt werden muß, als die Rolle der Gebieterin,weil die Zofe auch gewöhnlich die Manieren rc. ihrerFrau annimmt, also einen zweifachen Charakter ent-wickelt, ihren eigenen, und den angemaßten fremden.

Soucha, s. unter Sofie.

8oum, Sorge, Kummer. Dieses Französische Wortwird oft mit einem Vorworte (Präposition), wie«an«, ohne, auch im Deutschen gebraucht, und Lust-schlössern als ein Name beigelegt, wie z. B. demLustschlosse und Erholungsorte Friedrichs desGroßen bei Potsdam, welches den Namen Sanö-souci führt.

Louois <1s Üunston, eine Art seidener, mit Gold undSilber durchwirkter, großer und kleiner Blumen, diebei der Galanteriearbeit und dem Puhmachen ge-braucht werden. S 0 uci 6 ist auch die Benennungoder der Name einer Art Gewebe; s. oben, unterSofie.

8ou66, der Französische Name der So da, s. Th. 150,S. 135.