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Souveränität.
und machte sich dessen allen selbst theilhaftig und selbstschuldig.
Dom andern Punkt. Wie sich ein junger Fürstoder Herr gegen sich selbst christlich und unver-weislich verhalten soll. — Ein junger Regent sollvor's erste willen, daß er auch ein armer Mensch sei,wie andere, und daher soll er sich seines Amtes undStandes nicht überheben, nicht stolzieren, sich nichtaufblasen, sondern bedenken, daß er noch eine Obrig-keit im Himmel über sich habe und Gott auf Rech-nung sitze, der zu seiner Zeit fragen wird: wie ergehandelt und geordnet habe? — In Betrachtungdessen soll er sich für Hoffart und Vermessenheithüten, besonders wenn er in angehender Regierungeinen feinen Anfang hat und Alles nach Lust fortgeht.Denn Hochmuth thut nimmer gut. Bors anderemuß ein junger Regent wissen und verstehen, wasfür ein schädliches und schändliches Laster es umFressen und Saufen sei, wie übel dieses Lasier ihmanstehe, und was für Unrath im Regimente darauserfolge. — Traun, lieben Christen, wo dieses Lasteran eines Fürsten oder Herrn, vornämlichj an einesjungen Regenten Hofe beginnet einzureißen, da ist esallezeit mehrentheils mit dem Regimente gethan;denn Wein und Weiber bethören die Weisen, macheneinen Regenten zur Bestie, einen Starken schwachund einen Weisen zum Narren; da werden die Spi-ritus in seinem Kopfe turbirt, da wird die Seele ge-hindert, daß sie in keinen guten Gedanken kommenkann, da wird das Her; verderbt, es verwildert,verwimmert gleich, und bekommt bestialische Qualität,Trunkenheit nimmt weg das Gedächtniß, zerstört dieSinne und verderbt den Verstand. Wenn nun ei-nem jungen Regenten gleich im Anfange der Regie-rung das Gedächtniß geschwächt und der Verstandverderbt wird, was wird er denn Gutes ausrichtenkönnen? Dieserhalb v.rbietet der König Salomon,man soll dem Könige niä>t Wein zu trinken geben,noch den Fürsten starke Getränke, sie möchten sonstin Trunkenheit gerathen und des Rechten vergessen. —Sollte heut zu Tage diese Ordnung unter uns Chri-sten gehalten werden, wo wollte man Regenten genug