Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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110 Souveränität.

oder dieses und jenes zum Nutzen des Landes insWerk gesetzt haben, das aber manchen Unterthanennicht recht, oder wenn ihnen etwas als einen Unge-horsamen verwiesen wird, sie dawider protestiren undsich verlauten lassen: die Sache gehe den Herrn nichtan, mit den Rathen hatten sie zu thun, ungeachtetnur die Rathe ihres Herrn Befehl vollziehen, soll einregierender Herr seine Rathe, wenn sie recht gehan-delt, treulich in Schutz nehmen, den Braten widergedachte Widerporsten richten, und es so nehmen, alssey er selbst durch seine Rathe angefeindet worden,und müsse daher ihren guten Namen retten. Wenndas fromme, treue Rathe sehen, daß ihr Herr überihnen halt, und die Ungunst von ihnen entfernt, sowerden sie ihr Amt auch um so freudiger verrichten,und thun was recht ist. Wenn aber der Herr beiden Ungehorsamen, besonders wenn es ansehnlicheLeute sind, den Namen haben will, als wenn er frommwäre, und wisse nichts von seiner Rathe Tyun, dieRathe daher anfeinden und lästern läßt, da werdendie Räthe im Dienste mißmüthig und nachlässig, undlassen viele Dinge Hinhosen, welches sonst nicht ge-schehen würde, wenn ihr Herr sie in gebührlichenSchutz nehme.

Dom fünften Punkt. Wie sich ein junger Fürstoder Herr insgemein gegen sein ganzes Hofge-sinde recht und löblich verhalten soll. — Ein jun-ger regierender Fürst oder Herr soll, so viel in die-ser Schwachheit des Fleisches immer möglich, seinemHofgesinde mit einem ehrbaren, gottseligen, christli-chen, tugendreichen Leben und Wandel vorgehen, derPrediger göttlichen Worts gern und fleißig anhören,mit Treue meinen, in Ehren halten, lieb und werthhabe», und sich in der Kirche, beim Gottesdienste, überTisch, in der Kleidung, in der Regierung und sonst allent-halben so erweisen, daß das ganze Hofgesinde einenSpiegel aller Gottseligkeit, Ehrbarkeit und fürstlichenTugenden an ihm haben möge. >1-»lo moribus et

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purpurn, sagte Alfonsus zu Einem, der ihm ver-wies, warum er sich so einfältig kleidete. — Solchessoll ein Regent nicht allein darum thun, daß er um