Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spanbett. Spanferkel. 163

Ventil, welcher den Wind von unken schöpft und.dasOberventil des OberbalgeS aufstößt; außerdem, liegtdas Oberblatt dieses Balges mit seinem Uiikerßlättehorizontal, folglich nicht schief, und geht von allen vierSeiten wie eine ruttde papierne Laterne zugleich aufund nieder.

Spanbecc, ein hölzernes Bettgestell ohne Himmel oderDecke, zum Unterschiede von den darein gehörigenFederbetten; in einigen Gegenden eine Bettspande.Span und S pa nd e scheinen in beiden Wörtern denBegriff des hohlen Raumes, eines Behältnisses zuhaben.

Spanbrief, ein nur noch in einigen Oberdeutschen Ge-richten übliches Wort, einen gerichtlichen Befehl zubezeichnen, vermittelst dessen der Gläubiger in die lie-genden Gründe seines Schuldners gesetzt oder 'dieErecution in die Güter des Schuldners erkannt wird.Der Name rührt von dem ehemaligen Gebrauche her,da man zum Zeichen der erlaubten Execution einenSpan gerichtlich aus dem Hause des Schuldners hiebund ihn dem Gläubiger gab. Daher nannte man dieseHandlung im mittlern Latein auch Festueutio undLxlestuostio.

Späne, s. Span.

Spanen, ein veraltetes Zeitwort, welches ehedem bere-den bedeutete.

Spänen, s. Spähnen.

Spanfarbe, Farben oder Farbenkörper in Gestalt derSpäne, dergleichen Späne nennt man auch wohlFarbe nspäne; das geraspelte Brasilien holzoder der Fern am bück, das Blauholz, Gelb-holz, Sandelholz rc. sind dergleichen Span-farben.

Spanferkel, ein säugendes Ferkel, ein junges Schwein,welches noch an seiner Mutter, der Sau, saugt, s. unterSchwein und Schweinzucht, Th. 15L, S. 8.