Spanien.
-dukt ist'der Türkis, den man dort aus mehreren Gru-ben erhält. Unter den Erd arten, wovon fast alleGattungen in Spanien vorkommen, zeichnet sich, au-ßer der Porzellanerde, bei Camata in Aragonien, diemit der Japanischen große Aehnlichkeit hat, die rotheAlmagroerde bei Carthagena, welche zum Poliren derSpiegelgläser, und, wie man behauptet, auch zur Mi-schung unter den Spanischen Schnupftabak verwen-det wird, und die weiße Thonerde Barro aus, worausman dünne Topfe verfertiget, worin sich das Wasserim Sommer frisch erhält. — Die brcnnbaren Mi-neralien, welche in Spanien vorkommen, sind:Torf in Aragonien in Menge, tL-tcinkohle» in mehre-ren Landschaften, sehr viel Schwefel in Aragonien,Sevilla und Murcia, Gagat und Bernstein in Ara-gonien, letzterer auch in Asturicn. Bei Scala Dei inKatalonien quillt auch Bergöl aus einem Felsen. —Sehr bedeutend ist der Verrath an Salz. Die mei-sten und besten Kochsalzquellen befinden sich in Gra-nada. Steinsalz am meisten bei Cardona in Catalo-nien, wo man einen Salzfelsen von beinahe 500 FußHöhe und einer Meile im Umfange gewahrt. VielSeesalz wird besonders in Vatenzia bei dem SeeMata bereitet. Vitriol erhalt man aus mehreren Land-schaften, und Alaun, der den Römischen an Güte über-treffen soll, vorzüglich in Aragonien und Murcia. —Die Zahl der mineralischen Quellen, mineralischenWasser, die man iu allen Provinzen Spaniens an-trifft, soll sich auf 1500 belaufen. Ihre Bestandtheilesind verschieden. Man findet unter denselben vielewarme Quellen, z. V. diejenigen von Archeno in Mur-cia, zu Calderas in Katalonien, zu Tierra Vermeija inGranada rc. rc.
Dieser oben angeführte große Reichthum an Na-turprodukten, dessen sich Spanien vor vielen andernEuropäischen Ländern rühmen kann, wog und wiegt