Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spanien. 197

viele Arbeiter ernährte, ist gegenwärtig eingegangen.Die Fayancefabrik zu Alcora in Valenzia liefert zwarzierliche Gefäße, allein es fehlt denselben an Haltbar-keit, besonders springt leicht die Glasur ab, oder siebekommt Risse. Wenn eö gleich den Spanischen Fa-briken nicht an technischer Fertigkeit fehlt, so mangeltihnen doch der Geschmack in der Wahl der Form, soz.B. haben die Scheeren und Messer von Sän Jlde-fonso keine gefällige Form; auch sind die Preise derFabrikate oft viel zu hoch, um den Absah zu beför-dern ; dieses sowohl, als auch die noch lange nicht hin-längliche Anzahl an Manufakturen und Fabriken, umdie Nachfrage und den Verbrauch der Fabrikate imLande zu befriedigen, verursacht, daß noch viele Mil-lionen für auswärtige Manufaktur- und Fabrikwaarenfortgegeben werden. Auch haben die noch nicht ganzgestillten Unruhen in der jüngsten Zeit auf SpaniensManufakturen und Fabriken einen nachtheiligen Ein-fluß geübt.

Der Handel Spaniens ist, ungeachtet der vor-trefflichen Lage an zwei Meeren und seines Reichthumsan natürlichen Produkten, doch mit den EuropäischenStaaten größtenteils nur passiv; denn anstatt ihreWeine, Südfrüchte, Oel, Tabak, Kork, Wolle, Ei-sen, Seesalz rc. den Europäern selbst zu liefern, unddiejenigen fremden Produkte, deren die Spanier ent-weder selbst bedürfen, oder die sie wieder an andereNationen verhandeln können, auf eigenen Schiffenselbst abzuholen, überlassen sie den Gewinn der Fracht,so wie des Zwischenhandels, den mit ihnen verkehren-den oder handelnden Völkern, welche ihnen ihre undfremde Waaren auf einheimischen oder eigenen Schif-fen zuführen, und die Spanischen Produkte dafür ab-nehmen, wobei das Verhältniß zwischen Ein-und Aus-fuhr immer so beschaffen ist, daß Spanien an jede Na-tion baares Geld herausgeben muß, welches besonders