Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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302 Spannkraft.

in den Körpern zu entwickeln oder ihre Elasticität dar-zustellen, wie weiter unten angeführt werden soll. —Man nahm auch die Feuertheile zu Hülfe, welche aberselbst elastisch sind; auch bemerkte man, daß je mehrFeuertheile in die Körper gebracht worden, desto we-niger Elasticität findet bei ihnen Statt, zum Beweisedient glühender und kalter Stahl, so wie überhauptKälte die Elasticität vermehrt. Dieses geht so weit,daß Belidor aus Erfahrungen bewiesen hat, eineKugel fahre bei einerlei Ladung aus kalten Kanonenweiter, als aus solchen, wo schon eine Weile darausgeschossen worden. Einen merkwürdigen Beweis ge-ben auch die Glocken und Trommeln bei trocknen undkalten Wintertagen. Man kann aber doch nicht all-gemein als richtig annehmen, daß Kälte die Elastici-tät vermehrt; denn bei der Luft geschieht gerade dasGegentheil. Hieraus gewahrt man also, daß dieFeuertheilchen bei manchen Körpern eine Hindernißder Elasticität und bei andern ein Beförderungsmittelderselben werden können. Die neuern Naturkundigersuchen die Ursache in der anziehenden oder Anziehungö-Krast; sie behaupten, daß diese bei den elastischenKör-pern in gewissen Lagen der genauen Berührung weni-ger stärker, als in andern Lagen sey; wenn nun derKörper in eine andere Lage käme, so müsse er auch we-gen der stärker» anziehenden Kraft in seine vorigeLage zurück. Für diese Meinung sind nun folgendeBeweise:

1) Findet man immer in allen Fällen, daß beimZusammenpressen, Beugen oder Ausdehnen, einigeTheile der elastischen Körper auseinander und anderenäher zusammengebracht werden. Wir sehen dieseszuerst an einer gespannten Saite, wo, so bald sie be-wegt wird, der Durchmesser ab- und die Länge zu-nimmt, wobei nothwendig einige Theile auseinan-der und andere wieder näher zusammenkommen.