Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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310 Spannkraft.

entgegen zu sehen vermögend war; nur auf solche Artwird der Vollblütigkeit Einhalt gethan, und dieSpannkraft des Körpers um so mehr befördert.

Dieses ist nun die Spannkraft des Körpers nachdem natürlichen Stande, jetzt aber einen Beweis vonderjenigen Spannkraft, die allemal eine Schwächezum Grunde hat. Man kann das Daseyn oder dieGegenwart derselben aus Folgendem gewahren: DasAngesicht sieht blaß aus, die Lippen sind blau, die Au-gen fangen an trübe zu werden, eö umschließt sie einbleyfarbiger Kreis; der ganze Körper wird von einerabzehrenden Mattigkeit überfallen, die Hände undFüße fangen an schwer zu werden. Alle Glieder desKörpers sind gleichsam ohne Empfindung und wie ab-gestorben, das Fleisch welket und schwindet, dos Ge-müth ist verdrießlich und verliert seine muntere Laune;man wird des Lebens überdrüßig und satt, achtetweder Lust noch Freude, und man nimmt sich ausVerdruß über sich selbst keine Geschäfte mehr mit ge-spannter Thätigkeit an. Der Magen verdaut schlecht,man hat daher nicht die geringste Lust zum Essenund der Leib fängt an eine Neigung zur Verstopfungzu bekommen. Der Schlaf ist ohne Ruhe und ohnealle Erquickung.

Aus diesen angeführten Kennzeichen kann man nundiejenige Art der Spannkraft des Körpers beurtheilen,welche aus allzu schlaffen und schwach gewordenenfesten Theilen entstanden ist; und eben diese Merk-male sind auch jederzeit gegenwärtig und begleiten dieseMinusspannkrast, welche eine Krankheit anzeigt, dievon einer zu schlaffen und schwachen Beschaffenheitder festen Theile ihren Ursprung herleitet. DieselbenKennzeichen sind aber auch eingetroffen, wenn die fe-sten Theile von einem Krampst widernatürlicher Weistzusammengezogen werden, doch mit dem Unterschiede,daß sich diese angegebenen Zeichen erst nach demKrampse