Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spannkraft. 311

äußern und nicht beständig anhalten, sondern sich nachVerlauf von etlichen Stunden, und nachdem die krampf-hafte Zusammenziehung nachgelassen hat, wieder ver-lieren, nicht aber beständig sichtbar bleiben, wie bei der-jenigen Beschaffenheit des Körpers, welche ihren Ur-sprung einer schwachen Spannkraft zuzuschreiben hat.Diejenige Beschaffenheit des Körpers aber, welche vonallzu trocknen und steif gewordenen festen Theilen ent-standen ist, macht den Körper kraftlos, so daß dieKräfte desselben von Tage zu Tage mehr abnehmenmüssen. Der Magen fängt daher an schwach zu wer-den, sich bald nach dieser, bald nach jener Speise zusehnen, und der Appetit oder die Eßlust wird eben sorege und lüstern, als die mancher schwängern Frau.Alles, was daher fähig ist, die Elasticität deö Körperszu schwächen, und den festen Theilen ihre Lebhaftig-keit zu benehmen, dieses Alles ist auch vermögend indem Körper eine Schwäche hervorzubringen. DieVollblütigkeit ist aber im Stande, vermöge des sichmehr anhäufenden Blutes, die Blutgefäße dergestaltauszudehnen, daß in den vom Blute allzu heftig aus-gedehnten Gefäßen kein ordentliches Zufammenzfthenerfolgen kann, und daher nothwendig eine Erschlaffungin den festen Theilen erfolgen muß. Allzu heiße Luftmacht die SpannkraftdeS Körpers schlaff; allzu feuchteLuft, allzu nasse Wohnung, eine Gegend, welche angroßen Flüssen liegt, erschlafft gleichfalls diese Lebens-kraft. Faulheit, zügellose Begierde im Beischlafe, all-zu langer und öfterer Schlaf, vorzüglich nach derMahlzeit, schwächen und entnerven den Körper. VieleSorgen, lebhafte Traurigkeit und langer Gram, tiefesNachdenken, so auch vieles Wachen, verursachen einGleiches; Neid, heftige Erbitterung im Streite, derMißbrauch zu heißer Bäder, öfteres Bluclassen, undunmäßiger Gebrauch der warmen Getränke, warmerBrühen, machen die beste Elasticität des Körpers