Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spannkraft. 313

das Fleisch welken und abnehmen, und eine vollkom-mene Ermattung erfolgen. Auch diejenigen, welchebis in die späte Nacht aufsitzen und studieren, empfin-den eine Schwäche in der Elasticität ihres gesammcenKörperbaues, davon die Magenschwäche ein empfind-sames Zeugniß ablegt. Nach Eelsuö leiden gemeini-lich diejenigen an einem schwachen Magen, welche dieWissenschaften studieren. Wenn nun die Gelehrten ei-nen schwachen Magen haben, so kann bei ihnen dieVerdauung der Speisen nicht gehörig geschehen; istnun diese nicht in der Ordnung, so wird auch der Nah-rungösast von schlechter Beschaffenheit seyn, unddieser ist unfähig, den Körper gehörig zu ernähren.Wird nun der Körper nicht ernährt, so muß derKörper abnehmen, und eine übermäßige Schwächeleiden, welche mehr, als zu fähig ist, unzählige Krank-heiten zum Vorschein zu bringeu. Diejenigen, welchevon allzu großen Nahrungsforgen oder andern Be-kümmernissen beunruhiget werden, und den Körperdurch zu vieles Wachen entkräften, schassen sich eineschwache Spannungskraft. Von einer zu heftigenBegierde nach dem Genusse einer Sache, und vonjeder unbändigen Leidenschaft, kann auch eine merk-liche Schwäche des Körpers entstehen. Beide Ge-müthsanstrengungen verzehren die Kräfte der Spann-kraft oder Elasticität, und trocknen den Körper aus,wie eine zu große Sonnenhitze das Gras dahinwelkenmacht. Ein starker Durchfall, welcher dem Körperdie Kräfte raubt, und ein starker abgehender Schweiß,welcher dem Körper die Säfte entzieht, und stets einGefährte der Seelenkrankheic und derLungensucht ist,sind beide mächtig genug, die Spannkraft des Körpersaufzulösen. Eine krampfhafte Spannung der festenTheile kann eine Zurückweichung der Säfte von denäußeren Theilen veranlassen, aber nicht eine solche, diebeständig sichtbar zu seyn pflegt, sondern nur so