Spannkraft. 321
störer der Verdauung. Wer es kann, da mache? einGlas Wein den Beschluß der Mittagstafel. Diesetrockene Lebensart stärket den Körper weit mehr ^ alsviele Quarte Wein und Bier, die Einige, das.: Ge-blüt zu verdünnen, eigentlich um viel Urin zu machen,täglich in den Magen gießen, wodurch man feineVerdauung um viele Stunden verzögert und die Nah-rungssäfte immer wässeriger und unwirksamer macht,so daß man immer mehr zu essen und zu naschenwünscht, um den Körper elastisch zu erhalten, ohne je-mals diese Absicht erreichen zu können; die größtenSchnaps- und Weintrinker frieren beständig. Außerden Speisen sei man nun auch bedacht, um die natür-liche Spannkraft dem Körper zu erhalten, daß mandem Körper nicht zu viel Ruhe gönne, also ist daszu viele Sitzen, ein zu langer Schlaf dem Körperschädlich. Man gewöhne sich daher, statt des langenSchlafes und deö beständigen Sitzens, seinem über-mäßigen Hange zur körperlichen Ruhe nach und nachetwas Gewalt anzuthun, schlafe nur täglich sechsStunden, und mache sich in der Folge mehr thätigeGeschäfte durch eine mäßige Leibesbewegung, beson-ders in freier Luft. Die Leibesbewegung vermehrt, dieElasticität und die sämmtlichen Kräfte des Körpers.Sie befördert den wesentlichen Umlauf des Blutesselbst nach den vom Herzen entfernten Gefäßen.kderHaut, die davon besser, als zu Hause genährt wird;sie veranlaßt die wesentlichen Absonderungen und Aus-leerungen der verschiedenen Säfte, und hat noch außerdem den besonderen Nutzen, daß man, so lange mansich bewegt, bei jedem Schritte eine freie Lustwelleeinathmet; und unsere Auöathmung und ganze Aus-dünstung des Körpers auf der Stelle verweht wird.Bei dem vielen Sitzen macht unser Ein- und Auöach-men die Luft, welche mit uns eingeschlossen ist, webstunserer Lunge unelastisch, und so wird uns in. wenigenOec. rechn. Enc. Theil 61.VI. X