Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparen.

Sparet der Pfeile nicht, Jer. 50, 14. —(2) Mit verschiedenen Nebenbegriffen. (s) Durchwenigen oder unterlassenen Gebrauch in unverletztemStande erhalten, wofür in der anständigern Sprechartschonen üblicher ist. Seine Kleider sparen,in welcher Bedeutung es schon alt ist. (Ii) Mitdem Nebenbegriffe des Gebrauchs auf künftigeZeiten ist sparen in enger Bedeutung, nicht mehrGeld ausgeben, als die höchste Nothdurft erfor«dert, um solches zu künftigen Bedürfnissen vor-räthig zu haben, wo es sowohl absolute und inGestalt eines ZeirworteS der Mittelgattung, alsauch thätig und mit der vierten Endung gebrauchtwird. Welcher karget und sparet, Sir. 1l,18. Hier sparet er, dort verschwendet er.Wer in der Jugend sparet, der darbtim Al-ter nicht, Gell. Viel Gel.d zusammenspa-ren. e) Den Gebrauch einer Sache völlig unter-lassen, so daß der Begriff deö künftigen Gebrauchsvöllig wegfällt, oder doch sehr schwach wird. Sparedein Geld, deinen Witz, deine Verweise.DieseEutschuldigungenkannstdu sparen.Ueber das Sparen, s. den Art. Sparkasse.Die Entstehung oder Ableitung dieses Wortes wird vonmehreren alten Sprachforschern verschiedentlich ange-geben; so z. B. leitet es Wachter von -rvaru, inbewahren, Helwig von dem Griechischenselten, Frisch und Ihre aber von dem Lateini-schen prwaai'6) sparen, schonen her. Alle dreiAbleitungen, sagtAdelung, haben ihre Wahrschein-lichkeit, indem das s von einem Mjtlauter oft ein mü-ßiger, oft ein intensiver Zusatz ist. Man hält jedochdas Lateinische pmcmo und das Griechischerichtiger für Seitenverwandte, als für die nächstenStammwörter. Was die zweite Ableitung betrifft,so giebt das Norddeutsche Spier, eine zarceSpitze,