Z48
Spargel.
etwas Zugang von der äußern Luft erhalten kann, nnddie jungen Schößlinge im Frühjahre leichter vurch-Lringen können; auch ist dann die Spargelpflanze sehrwenig dein Verfaulen unterworfen. Das Beet wirdnun mit Brettern eingefaßt, und mit klarem Dünger,wie Gartenland, bestellt und umgegraben; denn nuntrifft keine Spihe des Grabfcheids die Wurzel mehr,die zu tief liegt, um Schaden zu leiden. Im viertenFrühjahre oder nach verflossenen drei vollen Jahrensticht man den Spargel, und erhält von jedem 4 bis 6lothige Stangen, wenn man diese Anweisung befolgt.Aufeinem Beetevon 5 Fuß Breite und Fuß Länge,lege man in zwei Reihen ein Schock Pflanzen, wel-ches an Feld ungefähr eine Mche Hafer Aussaat be-tragen möchte, und zwar, daß die Pflanzen einen Fußvom Gange ab, und jede Pflanzenreihe 3 Fuß aus-einander zu liegen komme. Legt man sie nun nichtgerade gegen einander über, sondern ins Kreuz, sowerden sich die Wurzeln nicht hindern. An Düngerwird man dazu im Ganzen alle drei Jahre ein Fudergebrauchen. — Ein anderer Praktiker im Spargel-baue verwirft zwar den Mist oder Dünger bei dessenAnbau nicht gänzlich, will jedoch nicht, daß er geradezur Hauptsache gemacht werde; denn seine Versuche,die er im Spargelbaue ohne Mist angestellt, habenschon im zweiten Jahre die größten Hoffnungen zueiner guten Spargelerndte gegeben, ja man hat nichteinmal nöthig 4 Fuß hoch Mist unter denselben zubringen; denn man gewahrt ja oft genug hier undda in den Garten, theils zwischen andern Küchenge-wächsen , theils an Ackerranden, an Mauern und inWinkeln, theils an und zwischen Hecken Spargel,und zwar oft sehr schönen und starken, hervor-treiben, und denselben alle Jahre auffö Neue hervor-kommen, ungeachtet er nie mit Fleiß dahin gepflanzt,nie bearbeitet und mit Mist gedüngt worden, und