350 Spargel.
stehen bleibt; denn wenn dieses geschehe,'könnte ereben so wenig gedeihen, so wie irgend ein anderesunter der Erde wachsendes Gewächs wachsen kann,wenn es einen steinigen oder lehmigen Boden hat, undsich daher das Regen - oder Schneewasser nicht weitereinsenken kann. Jedes Gartenbeet, was unter demFuße des Spargels 2 Fuß oder wenigstens 1 Fußlies ordentliche Erde oder Sand hat, ist tüchtig ohnevorhergehendes Riolen mit Spargel belegt zu wer-den. — Da der Spargel seine Wurzeln nicht senk-recht, sondern fast horizontal treibt, so sucht er seineNahrung auch nicht eigentlich in der Tiefe, sondernmeistens in dem Schichte des Beetes, wohin man diePflanzen gelegt hat. Je weiter man ihn folglich aus-einander legt, um so mehr Nahrung können seineWurzeln seiner Krone zuführen. Kein Spargel kanndaher starke Stangen treiben, der nicht weit genugauseinandergelegt worden. Er treibt nun schon in demersten Jahre nach seiner Erziehung aus Körnern ingutem Erdreiche oft Wurzeln, die zum Theil einenFuß lang sind, wie Speichen eines Rades herum-gehen, und in den folgenden Jahren noch länger wer-den. Die neben einer Pflanze stehenden andern Pflan-zen treiben eben so lange Wurzeln; wachsen diese einein die andere, so entziehen sie sich eine der andern dieNahrung. Folglich kann kein Spargel stark werden,der unter 2 Fuß Breite Raum hat, und er sollte eigent-lich, um recht stark zu werden, 3 Fuß Raum haben.Je fetter das Erdreich ist, um so mehr Nahrung fin-det der Spargel in demselben. Er muß also eine vonNatur fette Erde haben, oder man muß die natür-liche durch Moder, Schlamm, Mist oder sonst eineandere fette Erde zu verbessern suchen, wie auch schonoben, S. 344, angeführt worden. Der kürzesteWeg ist eine gewöhnliche Düngung, die aber nurdann nöthig ist, wenn das Beet seit einigen Jahren