Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spargel.

-er nun tief liegenden Pflanze mit der äußeren Luftdie Gemeinschaft benommen, und sie erstickt. EinSpargelbauer verlor hierdurch zwei schöne Beete; dennnicht eine einzige Pflanze trieb, sie waren alle vermul-tert. Es geht dann den Pflanzen, wie den Fischen ineinem zugefrornenTeiche, dem man nicht Lust gemachthat, denn nur dadurch, daß man Löcher in denselbenhaut, und darin einen Strohwisch steckt, bleiben sie le-ben, sonst sterben sie alle.

Des Doktors Dietrich in Eisenach Me-thode den Spargel den Winter über imFreien zu treiben. Im Winter der Jahre 1793und 1794 ließ derselbe in dem Großherzoglichen Gar-ten zu Weimar ein Stück Land, auf welchem Italie-nische Pappeln gestanden, und wo die Oberfläche desBodens ganz mit Quecken (Iritierun repens) be-deckt war, drei Fuß tief riolen und zum Spargelbauezubereiten. Nachdem dieses geschehen, wurde das Landeben gemacht und die Beete 44- Fuß breit abgetheilt.Zwischen jedem zum Spargelpflanzen bestimmten Bee-te wurde ein drei Fuß breiter Raum gelassen, dernicht mit Spargel bepflanzt wurde. Dieser Zwischen-raum dient dazu, daß im Winter, wenn mit dem Trei-ben der Anfang gemacht wird, die Erde herausgenom-men und dann frischer Pserdedünger eingebracht wird.Die Zubereitung der Beete und das Einlegen der dreiJahr alten Spargelpflanzen in die Erde wurde aufdieselbe Art und Weise behandelt, wie gegenwärtig inden meisten Küchengärten zu geschehen pflegt. Imersten Herbste nach der Anpflanzung wurden die neuenSpargelbeete mit altem Pferdedünger, der schon zumTreiben gedient hatte, etwa einen Fuß hoch bedeckt.Dieser Dünger, der den Winter über faulte und fastzur Erde wurde, blieb auf den Beeten liegen, wurdeim Frühjahre nur leicht umgegraben und von dem so-genannten Unkrauts gereiniget. Nach dieser Behand-