Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spargel. 353

lung hatten die Pflanzen schon im zweiten Jahre nachdem Einlegen eine bedeutende Größe erreicht, sie muß-ten aber noch ein Jahr wachsen, und im dritten Jahrewurde mit dem Treiben der Anfang gemacht. DieseTreiberey im freien Lande besteht ungefähr aus folgen-den Kunstgriffen. Die Erde wird zuerst aus demZwischenraume oder aus dem drei Fuß breiten Beete,das nicht mit Spargel bepflanzt ist, herausgebrachtund ein drei Fuß tiefer Graben gefertigek. Die Erde,welche aus diesem Graben gebracht wird, muß in derNähe der Spargelbeete auf einen besonderen Platzgelegt werden, damit sie im Frühjahre, wenn die Trei-berey geendigek und die Gräben wieder gefüllt werden,nicht zu weit zu transportiern ist. In der Hälfte desNovembers oder mit dem Anfange des Decemberswird nun der Graben nach der gegebenen Vorschriftgemacht und dann bis oben an mit frischem Pferde-dünger gefüllt. Die Gräben müssen aber an allenSeiten des Beets, welches man treiben will, zu glei-cher Zeit angelegt werden, so daß das Beet überallmit Dünger umgeben ist. So wie nun der Düngereingelegt worden und die Gräben dicht mit demselbenangefüllt sind, so werden oben auf das Beet in derLänge hin gewöhnliche Mistbeetkasten aneinander ge-stellt, oder man läßt solche Kasten von 1 Fuß Höheverfertigen, welche mehrere Jahre zu diesem Zweckegebraucht werden können. Noch leichter ist es, wennman an beiden leiten des Beets Pfähle senkrecht indie Erde schlägt und die Bretter der Länge nach andiese Pfähle mit Nägcln befestiget; auch ist es demZwecke entsprechend, wenn die Kosten 6 bis 8 ZollHöhe haben oder so hoch über die Erdfläche stehen,als ein Beet vou mittlerer Breite ist. Diese Kastenwerden nicht mitFenstern, sondern bloß mit Laden be-deckt, welche von Brettern gefertiget und gut aneinan-der gefugt sind. Ehe man aber die Laden auflegt,Oec. rechn. Enc. Theil 61.VI. Z