Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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354 Spargel.

muß das Spargelbeet gegraben und nach der gewöhn-lichen Art zubereitet werden. Sobald die Laden auf-gelegt worden, legt man auf diese etwa 1 Fuß hohenPferdedünger, und füllt die an den Seiten befindlichenGruben eben so hoch mit frischem Pferdedünger, daßsie mit dem auf den Laden liegenden Dünger gleicheHöhe haben, und das nun von Dünger ganz umge-bene Beet überall vor eindringendem Froste gesichertist. Wenn der Dünger die gehörige Wärme giebt,so kann man nach Verlauf von 10—14 Tagen dasBeet an einem Orte öffnen und untersuchen, ob sichdie Spargelstengel über der Erde zeigen. Beobachtetman dieses, so wird der Dünger von den Laden abge-nommen, Letztere immer einer nach dem andern abge-legt und der Spargel nach gewöhnlicher Art gestochen.Hierbei ist zu bemerken, daß der Spargel, da er ausdem warmen Beete kommt, gleich vor strenger Kältebewahrt wird. Eben so nothwendig ist es auch, daßdas Beet, so wie der Spargel gestochen worden, so-gleich wieder mit der Decke von frischem Pferdedün-ger belegt wird, und wenn sich der in dem Grabenbefindliche Dünger zusammengesetzt haben sollte, somuß wieder neuer hinzugebracht werden; denn diesermuß beständig die Höhe mit dem auf dem Laden lie-genden Dünger haben. So wie die Kälte zunimmt,so muß auch die Decke stärker aufgelegt werden, daßder Frost nicht eindringen kann. Ist die Anlage desSpargelbeets einmal so weit gediehen, daß sich in demBeete Spargelkeime zeigen, so muß das Auöstechenderselben immer über den zweiten Tag unternommenwerden; wenn der Dünger noch die gehörige Wirkungthut, und die Witterung gelinde ist, so kann man auchdas Beet alle Tage öffnen und die Keime auöstechen.Noch ist zu bemerken, daß die Anlage eines neuenBeetes nicht bei strenger Kälte unternommen werdendarf; denn der Dünger erwärmt sich nicht leicht, wenn