Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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358 Spargel.

überhaupt 5 Zoll hoch Erde, nach Andern wenigstens5 bis 6 Zoll, über sich habe, welches hinreichend ist.Dann muß man 4 Zoll dicke Strohseile an allen Sei-ten ringsherum um das Beet, an hin und wieder inden Rand des Beetes eingeschlagene, gerade, etwa 2Fuß lange zugespitzte Psähle befestigen, daß sie mitder Oberfläche des Beets eine gleiche Höhe haben;auf diese Strohseile müssen die Mistbeetkasten gesetzt,und dann die Fenster aufgelegt werden. Wenn mandrei Wochen nach der Verfertigung des Beets findet,daß die Wärme in demselben abnimmt, muß es, umdieselbe zu erneuen, ringsherum mit frischem Pferde-miste umlegt, die Fenster sowohl bei übler Witterung,als die Nacht über, mit Matten und Stroh bedeckt,bei Tage aber, besonders wenn die Sonne scheint,diese Bedeckung abgenommen werden, damit sie durchdie Fenster scheine und den Spargelstangen eine guteFarbe geben könne. Ein mit dieser Vorschrift ange-legtes Beet pflegt nach etwa fünf bis sechs Wochen,und dann etwa drei Wochen lang, gestochen werdenzu können, und wenn die Stangen die gehörige Stärkegehabt haben, pflegt jedes Fenster während dieser Zeitetwa 300 Stangen zu geben. Wenn man daher vongetriebenem Spargel bis zu der ordentlichen Spargel-zeit die Folge verlangt, muß man von der Zeit an, daman das erste Treibbeet gemacht hat, bis an den An-fang des März, jedesmal um die dritte Woche, einneues Treibbeet anlegen, und dann pflegt — weildie letzten Beete gemeiniglich vierzehn Tage eher ge-stochen werden können, als diejenigen, welche umWeihnachten gemacht sind — das Letzte in den erstenacht Tagen des März gemachte Beet so lange vorzu-halten , bis man wieder aus dem freien Garten Spar-gel haben kann. Die letzter» Treibbeete pflegen auchstärkere und auch zugleich, weil sie mehr Sonne haben,besser gefärbte Stangen zu geben. Wenn man nach