Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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360 Spargel.

Pflanzen, ist, wenn man starke Pflanzen verlangt,ein feuchter und fetter Boden, hingegen für solchenSpargel, welcher nicht zum Treiben gebraucht werdensoll, ein Boden von mittlerer Mischung, der nicht zufeucht und nicht zu trocken, aber immer in einem ge-wissen Grade fett ist, wie schon oben, S. 350, an-geführt worden.

Die Erziehung und Einsammlung desSpargelfamens geschieht auf folgende Weise.Man wähle eine Anzahl guter Spargelpflanzen zumSamentragen aus, und schlage bei jeder Pflanze,ohne jedoch die Krone der Spargelpflanze zu vernich-ten, einen Stab oder Stock, Stecken, Ellen hochin die Erde, um sie im Herbste von den erst noch inSamen gegangenen späteren Stengel unterscheiden zukönnen. An diese Stäbe oder Pfähle werden nach-her ihre in die Höhe gegangenen Stengel angebunden,weil solche sonst, wenn sie erst Seitenzweige getriebenhaben, besonders so lange man den übrigen Spargelnoch nicht hat in die Höhe gehen lassen, und sie sichan demselben noch nicht halten können, sehr leicht vomWinde abgebrochen werden können. Da sich dieSpargelpflanzen in männliche und weibliche eintheilenlassen, so muß man auch eine größere Anzahl Stengelzum Samen auswählen, als nöthig seyn würde, wennman gewiß wüßte, daß sie alle Beeren oder Samenbekämen; aber so tragen nur die weiblichen PflanzenBeeren, die männlichen bloß Blüthen oder Blumen,die wie kleine Glöckchen au den Zweigen hängen, aberkeine Beeren haben. Wen» man nun in der Mittedes Junius aufhört den Spargel zu stechen, so wach-sen die Stengel oder Stangen in die Höhe und dasSpargelbeet zeigt einen Wald im Kleinen. Hierkann man nun eine Musterung anstellen, und wirdfinden, daß Blumen und Samen sich nie an einemund demselben Stengel finden, sondern jedes seine eigne