Spargel. 363
dann bis auf die Zeit des Gebrauchs aufbewahrt wer-den. Einige rathen an, die Beeren in dem Gefäße,worin sie von der Pflanze abgestreift worden, drei bisvier Wochen erst liegen zu lassen, damit die Hülsen,weil sie hier in eine gewisse Gährung und Fäulniß ge-rathen, sich leichter von den Körnern lösen können;dann Wasser darauf gegossen, tüchtig die Masse indem Gefäße umgerührt, und dann das Wasser mitden oben auf schwimmenden Hülsen abgegossen. Dieauf dem Boden liegen gebliebenen Samenkörner wer-den dann auf Matten oder leinene Tücher geschüttet,ausgebreitet, und an die Sonne und Luft zum vollkom-menen AuStrockenen gelegt; wenn sie trocken gewor-den, werden sie in einen Beutel geschüttet, und biszum Gebrauche in einem trockenen Zimmer aufgehan-gen. Er halt sich, so aufbewahrt, drei Jahre lang.
Das ^spargelstechen geschieht gewöhnlich imdritten Jahre; man pflegt zwar von neu angelegtemSpargel schon im zweiten Frühjahre einige Stangenzu stechen; allein es ist besser, f ihn bis inö dritteFrühjahr ungestochen zu lassen. Sobald er aber ge-stochen werden darf, müssen die Beete im Frühjahre,einige Zeit vorher, ehe die Stangen hervorkommen,mit einer eigenthümlichen plattzinkigten Spargelgabelso vorsichtig und leicht aufgelockert werden, daß dieZacken der Gabel nicht zu tief fassen und die Kroneder Stöcke verletzen; nachher aber, wenn die Stengelwirklich hervorkommen wollen, müssen sie, damit dashervorkommende Unkraut zerstört werde, wieder ebengeharkt werden. Sie pflegen nach einer solchen Be-handlung viel länger rein zu bleiben, als wenn sie ent-weder gar nicht, oder schon gleich nach dem Auflockernwieder eben geharkt wären. Wenn nun die Stangenüber der Erde 4 oder 5 Zoll lang sind, müssen sie ge-stochen werden, nicht aber alle ohne Ausnahme, son-dern nur die dicken Stangen, die dünnen Stangen