Spargel. 365
Salbe, die der Verwundete erhält, thut, machen, unddecke solche über die nach dem Stechen den Tag überhervorkommenden Stangen. Man hat davon, außerdem, daß der Spargel weiß und zart bleibt, auch dieBequemlichkeit, Laß man am andern Morgen dieStangen alle findet und keine übersieht. Wenn mandergleichen Kruken oder Töpfchen, die nicht glasirt zuseyn brauchen, bei Hunderten machen läßt, wird fürdas Stück nur sehr wenig bezahlt. — Man sehe überdie Erziehung des Spargels nach älterenMethoden, auch den Art. ^8puru^u8, Th. 2,S. 530 u. f. nach, oder vergleiche Liesen Artikel mitdem eben abgehandelten.
Benutzung des Spargels in derHaushaltung oderZubereitung des-selben in der Küche. Der Spargel gehörtzu den angenehmsten Frühlinqssrüchten, die unsereKüchengärten liefern. Der Genuß desselben ist nichtnur angenehm, sondern auch gesund, und erwirb, leichtund gut zubereitet, von manchen Aerzten als eine vor-theilhafte Speise, wenn man mit fieberhaften Zufallengeplagt wird, angepriesen. Indessen muß man docheine Auswahl beim Spargel treffen; denn ein Spar-gel, der täglich, wie er gestochen worden, zum Feuerund zu Tische kommt, hat einen Vorzug vor demjeni-gen, der abgestochen ist und einen oder ein Paar Tageaufbewahrt wird, ehe man ihm zum Genusse gebraucht.Diese Veränderung im Geschmacke hat ihren Grundzum Theil in dem Boden, in welchem der Spargelerzogen worden, theils aber auch in der Spargelpflanzeselbst. So z. B. schmeckt derjenige Spargel, dervon den männlichen Spargelpflanzen genommen wor-den, weit milder und angenehmer, als der von weibli-chen, wie auch schon oben, S. 361, angeführt worden.Man muß daher den Spargel, wenn er gut seyn soll,von Gärtnern kaufen, die man genau kennt, und von