Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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376 Sparkasse.

zu machen gestatten, wie es in manchen Familien zugeschehen pflegt, die eine Affenliebe für ihre Kinder,besonders aber für die Töchter haben, sie nie zu den Ar-beiten anhalten, die doch die höchste Zierde ihres Ge-schlechts sind, zur Häuslichkeit, zur Wirthlichkeit oderWirthschaftlichkeit, sondern sie nur für die große Welterziehen, für den Prunk, Puh, Staat, kurz für alleäußeren Reize, um zu Gefallen, aber nicht für diejeni-gen Tugenden, wodurch die zukünftige junge Haus-frau erst liebenswürdig wird, wodurch sie ihren Mannfesselt, ja ihn vor so manchen Abwegen bewahrt, so daßer Geschmack an Häuslichkeit findet, sich nur glücklichin seiner Familie fühlt, und seine Zerstreuungen, seineErholungen nach angestrengter Arbeit, nur in seinemHause, an seinem Herde rc. findet. Der Puh unddie Sucht zu glänzen, zu gefallen, unterdrückt, ja ver-derbt die edelsten Gefühle, vernichtet die Häuslichkeit,erzeigt einen Hang nach öffentlichen Vergnügungen,nach Lustbarkeiten, welches auf eine zwiefache Weisenachtheilig auf den Hausstand wirket; denn erstensmüssen alle Moden in der Kleidung mitgemacht wer-den, sonst würde man sich nicht sehen lassen können,und zweitens müssen alle kostspieligen Vergnügungen,wie Bälle, Redouten, Schauspiele, Concerte rc. rc. be-sucht werden, nicht allein des Genusses wegen, den dieseVergnüguugen dann und wann genossen, gewähren,sondern um sich im Kostüm zu zeigen, um zu glänzenund die Augen Aller, wo möglich, auf sich zu ziehen;dieses Alles sind die Fehler frührer Erziehung, die sonachtheilig auf den Hausstand, auf das Familienlebenwirken, ja es oft ganz zerstören. — Man darf aberhier das Wort Luxus nicht in dem Sinne nehmen,worin es überhaupt eine reichliche Anschaffung der Ge-genstände der Sinnlichkeit, zum Genusse der sinnlichenVergnügungen und Bequemlichkeiten bedeutet, die nichtstörend auf den Hausstand wirken, sondern nach den