Sparkasse. 377
Kräften der Kasse, nach dem Einkommen berechnetworden, und in großen Städten Vortheilhast aufKünsteund Gewerbe wirken; sondern im Mißbrauche desLuxus: Ueppigkeit und Verschwendung, daman jenen Aufwand ohne vernünftige Rücksicht aufseinen Stand und auf sein Vermögen, sein Einkom-men macht; den sinnlichen Genuß, Aufwand in Klei-dern, Möbeln, Speisen und Getränken, öffentlichenVergnügungen zum Hauptzwecke seines Lebens erhebt,den Körper und das Vermögen oder Einkommen durchsolchen Genuß zerstört, und die Kraft der Seele zuden edelsten Tugenden, der Thätigkeit, MenschenliebeRedlichkeit rc. schwächt. Hieraus wird man gewahren,wie nothwendig eö ist, in der Erziehung dahin zu wir-ken, daß Neigungen zum Luxus rc. unterdrückt werden,welches am besten bei der weiblichen Jugend durch dasAnhalten zur Häuslichkeit und einer weisen Sparsam-keit geschieht, und bei der männlichen durch nützlicheBeschäftigungen, welche Körper und Geist stärken, unddurch das Anhalten zur nützlichen Verwendung desTaschengeldes und zur Sparkasse.
Daß es für Kinder und Jünglinge von besonderemNutzen ist, wenn sie auf eine vernüftige Art gewöhntwerden, mit dem Gelde ökonomisch umzugehen, leidetgewiß keinen Zweifel. Wie viele Beispiele sind nichtvon Jünglingen vorhanden, die nicht eher Geld zu einerfreien Disposition bekamen, bis sie die Hochschuleoder Universität bezogest? und die so wenig mitderprak-tischen Rechenkunst Bescheid wüßten, daß sie sehr baldin Schulden geriethen, welches also daher kam, daßman ihnen gleich das Größere vertraute, ohne sie durchkleinere Versuche geübt und auf das Größere vorbe-reitet zu haben; man glaubt genug zu thun, wenn manihnen die gut gemeinte Regel, ja ordentlich mitdemGeldehauszuhalten, unddannRemes-sen zu erwarten, mit auf den Weg giebt. Aride-*