Sparkasse. 389
berichtige dann, was man nöthig findet. Hat es z. B.zu theuer eingekauft, so ertheile man ihm den Rath insolchen Fällen, wo es den Werth der Dinge noch nichtkennt. Erfahrene zu befragen, und mache e6 mitdem Preise bekannt; oder gebe ihm auch die Anwei-sung, die Klugheitsregel, bei Gegenständen, welchekeine festen Preise, sondern willkührliche haben, oderderen Werth im Gelde so geseht ist, daß man dabeietwas herabhandein kann, erst bei mehreren damitHandelnden im Orte sich nach dem Preise zu erkun-digen, um so den billigsten zu erfahren, wobei sie aberauch auf die Güte der Waare aufmerksam gemachtwerden müssen, bei welcher auch der Preis verschiedenseyn kann; denn eine gute Waare, von welcher Artsie auch seyn mag, ist immer theurer, als eine schlechte,die manchmal für den nicht Kenner von außen soziemlich denselben Anstrich, denselben Gehalt, dasselbeGepräge hat oder zu haben scheint; allein nach deminnern Gehalte sehr verschieden ist. Bei dieser Be-lehrung muß man aber mit aller Vorsicht zu Werkegehen, daß das Kind zwar vorsichtiger, aber nichtängstlich und argwöhnisch werde. Ein Erzieher isthier der Meinung, worin ihm gewiß Viele beipflichtenwerden, daß es gut sey, dem Kinde bei dem Einkaufeso mancher Bedürfnisse zu erzählen, wie dieses oderjenes verfertiget werde, wie viel erst habe geschehenmüssen, daß es zu einem solchen verkäuflichen Pro-dukte geworden, wie viele Hände sich mit demselbenbeschäftigen, in welcher Menge es verfertiget werde,um aus diesem allen den Preis herzuleiten und zu bcstimmen. Auf solche Art erweitern sich die Begriffedes Kindes; man verbindet angenehme Gedanken mirder Bemerkung: daß es bei einem Einkaufe vielleichtbetrogen sei, nicht um das Betriegen und Betrogen-werden von einer gefälligen Seite ihm vorzustellen,sondern um jene Engherzigkeit zu verhüten, welche