Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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leicht entstehen kann, wenn man das Kind nur denGedanken festhalten ließe: dubistbetrogen, unddieses ihm mit unfreundlicher Miene entgegen schrie,ohne sich weiter darum zu bekümmern, was diese un-freundliche Darstellung betriegerischer Menschen inder Seele des Kindes wirke; es könnte leicht zu allge-meinen Schlüssen Veranlassung geben, welche selbstgegen Freunde und Wohlthäter argwöhnisch machten.Ganz anders ist es, wenn der Knabe oder das Mäd-chen fähig ist, folgenden Schluß zu machen: dieserVerkäufer hat sich meine Unerfahrenheit zu Nutze ge-macht und mich betrogen; allein viele Menschen habenzu meinem Nutzen und Vergnügen an diesem Gegen-stände gearbeitet, und dieserhalb, wenn ich es gleichbekenne, daß ich betrogen worden, betrachte ich nur dieArbeit, die das, was ich dafür gegeben, noch übertrifft.Es wird also vorsichtiger, ohne jene argwöhnischeAengstlichkeit. Oder wenn sich ein Kind, Knabe oderMädchen, Etwas angeschafft hat, welches man ihmzwar zu kaufen erlaubt, wobei man es aber seiner Klug-heit überlassen hat, ob es nicht andere nützlichere odernothwendigere Gegenstände vorziehen wolle. Man be-urtheile jene Wahl mit Nachsicht und bedenke: daßman von einem Kinde noch nicht die kluge Haushal-tung des Mannes erwarten dürfe, daß oft der Mannnicht viel weiser handle, als das Kind. Man gebe erstentfernte Winke, daß dergleichen Ausgaben nicht oftvorfallen dürfen, und zeige ihm dann, wenn es öfterauf solche Gegenstände fällt, wie es sein Geld besserhätte anlegen können, und hoffentlich in der Folge lie-ber verwenden werde. Die Liebe und das Zutrauendes Kindes werden seinem kindlichen Verstände zuHülfe kommen. Auf solche Art lernt es das Bessere,Nöthigere und Nützlichere nicht bloß durch Lehre, son-dern auch durch eigenes Handeln früher erkennen undvorziehen. Je mehr man, um diese Absicht zu errei-