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nen immer zu einer bestimmten Zeit und auf völliggleiche Weise erwiesen werden. In gleicher Absicht,um so wohl die Empfindung der Abhängigkeit, alsauch die Dankbarkeit desto gewisser zu unterhalten,werden die Hauptbedürfnisse des Kindes von den El-tern unmittelbar befriediget. Ein Erzieher schlagt vor *),die Erziehung der Kinder so einzurichten, daß sie füh-len, daß Fleiß und Geschicklichkeit reich, glücklich undfroh, Faulheit und Ungeschicklichkeit aber arm, un-glücklich und mißvergnügt mache, und daß es von ih-nen abhängt, was sie von beiden seyn wollen. Um da-hin zu gelangen, nützen aber keine Theorien, keine bloßenBelehrungen ohne praktische Anwendung, ohne Bei-spiel, sondern die eigene Erfahrung. In dieser Absichtsollen Kinder, sobald sie einigermaßen zu Verständekommen, nicht als willenlose und bei dem Laufe derWelt gar nicht interessirte Geschöpfe, sondern so be-handelt werden, daß von ihrem eigenen Verhalten ihrglücklicher oder unglücklicher Zustand abhängt. DieEltern sollen ihnen daher Alles, was sie mit ihrenHänden und mit ihrem Kopfe arbeiten ober liefern,baar bezahlen, und nur über den daraus erwachsenenGeldvorrath der Kinder, da, wo es nöthig ist, Aufsichtführen. Damit aber diese Erziehung den Eltern nichtmehr koste, als die vorige, so sollen ihnen die Kinderdagegen Wohnung, Essen und Trinken, und Alles,was sie brauchen, bezahlen; auch für Kleidung undandere Nothwendigkeiten des Lebens unter dem gutenRathe und Beistande der Eltern selbst sorgen, wobeijedoch vorausgesetzt werden muß, daß auch die unvoll-kommene Arbeit des Kindes im Ganzen eben so reich-lich bezahlt werde, damit seine Ausgabe die Einnahmenicht übersteige. Wenn das Kind nicht so viel erspart
*) Hannöversches Magazin, Jahrgang 1788, 22steS Stück, SeiteZ49 u. f.