Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparkasse. 395

Selbstsucht gründen, und den Eltern auch nicht dasGeringste, außer allenfalls ihre Geburt, ihr Daseyn,verdanken wollen. Eine solche verbreitete Erziehungkönnte nur nachtheilig auf das Familien- und StaatS-leben wirken. — Betrachtet man nun diese Erziehungbei den Kindern der höheren und gebildeteren Klassen,so entsteht hier derselbe Nachtheil für das Familien-und Staatöleben, wenn gleich in einem andern Grade,weil hier die Kinder in der jüngsten Zeit oft schon denEltern durch eine fremdartige oder auch durch einevon den Eltern ferne Erziehung entfremdet werden,den Eltern also nicht nahe stehen, und gleichsam vonihrem Wesen, ihren Eigenthümlichkeiten, die oft sowohlthätig beim Zusammenleben auf den Charakterder Kinder wirken, den ursprünglichen Nationaltypusbewahren, nichts, gar nichts an sich tragen, und mitganz andern Gesinnungen und in ganz anderer Gestaltauf den Schauplatz der Welt treten, und da um denBeifall der Menge geizen, dessen Früchte zu Resul-taten führen, die in der neuesten Zeit keines Commen-tars bedürfen, um verstanden zu werden. Diese vor-geschlagene Erziehungsmethode, um den Grund zurkünftigen Sparsamkeit ZU legen, und die Kinder zurnützlichen Verwendung des Erworbenen frühzeitig an-zuhalten, und auf den Verdienst durch Fleiß aufmerk-sam zu machen, wirkt gerade diesem Zwecke entgegen.Ueberhaupt hat man in neuerer Zeit so viele Methodenersonnen, ausgeheckt, um Menschen für den Staatmit mannigfaltigen Eigenschaften zu erziehen, so vieleErziehungsthconen ine Leben treten lassen, von denenviele aber in der Anwendung scheiterten und scheitern,start die Menschen zu erziehen, sie verziehen. Vieledieser Erziehungsmethoden gehen von Männern aus,die das Volksleben gar nicht kennen, die nie mit demVolke in nähere und in eine solche Berührung gekom-men sind, wo sie dessen häuslichen Verkehr, dessen ei-