Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparkasse.

als ich, besitzen. — Will man die Minder früh mitdem Gelde umgehen und haushalten lehren, und sie' dadurch zu Fleiß und Thätigkeit anspornen, so bezahleman ihnen zu Zeiten eine besonders aufgegebene Ar-beit, und laße sie für das dadurch erworbene Gelddieses und jenes Spielzeug oder sonst etwas, dasnicht im allerstrengsten Verstände zu den Lebensbe-dürfnissen gehört, ein musikalisches Instrument, oderNaturalien und allenfalls Obst rc. kaufen, und gebeihnen dabei Gelegenheit etwas davon zu wohlthätigenZwecken anzuwenden, wobei man sie aber frei undohne allen Zwang handeln lassen muß. Reizen kannman zwar zur W»lssthaligkeir, und muß es oft beisolchen verdorbenen Kindern, die Kaltblütigkeit, Hart-herzigkeit und keine Theilnahme an dem Schicksaleihres Nebenmenfchen zeigen; allein das Reizen mußnie unmittelbar durch bloße trockne Vermahmmgen,oder bloße Erhitzung der Einbildungskraft geschehen,sondern hauptsächlich durch lehrreiche und Eindruckmachende Beispiele und durch Erregung der Aufmerk-samkeit, aber allezeit auf eine so feine Art, daß dasKind die Absicht nicht merke, daß man auf seinHerz zu wirken suche- Bei sehr trägen und Arbeitscheuenden Kindern wäre die Bezahlungsmethode schonmit weniger Eirsschränkungen anzuwenden, als beiandern, und könnte vielleicht mit Nutzen als ein Rei-zungsmittel dienen, ihre schlummernde Thätigkeit zuwecken und anzuspornen.

Ein Herr Villaume sagt im 5ten Theile der all-gemeinen Revision des gesammten ErziehungSwefenS,Abtheilung 1, Kap. 24, S. 620, in Absicht des Gei-zes im Ersparen des Geldes: „Man belohne nichtjedes Wohlverhalten des Kindes mir Geld — und beifreudigen Veranlassungen suche man nicht immerdurch Geschenke an Gelde die Kinder an der FreudeTheil nehmen zu lassen, sonst gewöhnen sie sich mitder Idee der Freude, dieIdee von Geld zu verbinden,und dann wissen sie von keiner andern Freude, dannkennen sie keine andere Belohnung, als Geld." —