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oder eines Ortes bekannt machen, ohne seinen ver-hältnißmäßigen Beistand auch nur entfernt zu fordern;es kommt vorzüglich darauf an, wie das Gefühl desWohlwollens bei ihm geweckt und gestärkt ist. Ge-schah dieses früh und zweckmäßig, war die äußereLage günstig jenes Gefühl zu unterhalten rc., so wirddie einfache Erzählung solcher Unglücksfälle das Kindvon selbst geneigt machen, sein Schärflein mit wil-ligem Herzen beizutragen, welches auch dann nochedel wäre, wenn es erst das Beispiel Anderer dazu er-munterte. Das Kind müßte mit folgenden Gedankenvertraut gemacht werden. Alles, was ich habe, istEigenthum meines Vaters, ich bin nur Verwalterüber daö, was er mir unter die Hände gab, ich sollOrdnung und Sparsamkeit, Vorsicht und Mensch-lichkeit, den Werth des Geldes und der Dinge kennen,und diese Kenntniß anwenden lernen. Man beo-bachte mit der möglichsten Sorgfalt, ob diese Lehrenrichtig verstanden werden, und das Gute wirken, wasman zur Absicht hatte. Bemerkt man Aenqstlichkeitbei dem Kinde, wenn es Gebrauch von dem Gelde ma-chen soll, oder wenn man ihm dazu nur die entfernteVeranlassung giebt, so suche man jene Aengstlichkeitnach und nach zu schwächen, und gebe nicht durch Spar-kassen Veranlassung und Gelegenheit sie zu vermehren.Erfahrene Erzieher haben bemerkt, daß die Lehre:„Lege daö weg, es wird dir ein andermal nützlich sein",bei schwachen, häuslichen, trägen, zum Ernst und zurUnzufriedenheit geneigten Subjecten leicht die Quelledes Geizes werden könne, daß im Gegentheil für »nun.tere leichtsinnige Gemüther jene Lehre nicht alleineine schädliche, sondern anch nützliche sei. Ferner er-laube man nicht, daß die Kinder ihr Geld zu oft zäh-len oder umsetzen, und vornämlich, daß sie glänzendeMünzen eintauschen. *) — Diese Bemerkung ist sehr
*) Allgemeine Revision des gesMNlten Schul- und Erziehungs,
Wesens, Tk. 5. S- 612.