Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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402 Sparkasse.

nur nichts davon, sondern werden oft noch durch seineGeldgier u. Lurch die sich daraus erzeigendeList hintergan-gen, nicht zu gedenken, daß wenn ein solcher Geizhalsein bürgerliches Gewerbe, eine Manufaktur, Fabrik rc.betreibt, er sich noch mit den angestrengten Kräf-ten, mit den Knochen, wie man zu sagen pflegt, Andererbereichert. — Es soll daher, und ist es auch wohl, ge-rathener seyn, einem jungen Geizhalse, welcher durchLehre und Beispiel nicht vernüftiger und besser wird,seinen Schah, an welchem sein Herz so fest hangt, vorseinen Augen zu nehmen, und unter arme, ganz fremdeKinder, mit welchen er keinen Umgang hat, zuvertheilen, als sein Zutrauen zu gewinnen, ihn ganz sicherzu machen, geheime Veranstaltungen zur Entdeckungdes Schatzes zu treffen, über eigenen Verlust mit ihmzu klagen, dann ihn zu trösten und aufdie ihm nöthigeLehre zu bringen, wie dieses vorgeschlagen worden; denn,wenn jenes Versehen auch noch so geheim bliebe, unddasKind nur aufden geringstenVerdacht gerathenkönnte,daß der Vater oder bestellte Erzieher, welche es sichermachten, die Urheber jener Entwendung seyen, so scheintdieses Mittel doch nicht rechtmäßig zu seyn, sogutauchimmer die Absicht an und für sich seyn mag. Bei allerVorsicht würde doch die absolute Unmöglichkeit desVerdachtes nicht gesichert werden können. Kinder beo-bachten in ihren besonderen Angelegenheiten oft sehrgeringe scheinende Umstände, welche der Erfahrnerenicht selten in seinen Angelegenheiten übersieht, undschließen oft aus denselben mehr, als man denken sollte.Und entstände nun wirklich jener Verdacht, was würdeder kleine Geizhals von den Lehren seines Erziehersdenken? Wofür würde er die Unwahrheit ansehen?Hätte man ihn vielleicht nicht Intriguen gelehrt. Undwas nützte dann die Einschränkung der Aeußerung desGeizes. Hier würde sich nun noch die Frage auswerfenlassen, sagt Herr Dörrien: Ob es besser sey,